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Der Absturz des TSV Hagen 1860 in der Damen-Regionalliga hält weiter an. Beim VSTV Wuppertal holte sich das ehemalige Spitzenteam eine derbe 29:66-Klatsche ab. „Das Entscheidungsverhalten auf dem Feld ist einfach mangelhaft. Egal, was wir versuchen, die Umsetzung dauert einfach zu lange", hat Trainer Martin Miethling, der die 60er im Winter übernommen hat, erkannt. Schon nach fünf Minuten lag sein Team mit 1:14 im Hintertreffen, bis zur Viertelpause wurde es nicht wirklich besser: Wuppertal entschied das erste Viertel mit 21:8 für sich. Im zweiten Viertel wurde es dann noch schlimmer für das Miethling-Team. Ganze vier Punkte gelangen Hagen in den zweiten zehn Minuten und so ging Wuppertal mit einer komfortablen 37:12 - Führung in die Pause. Nach dem Seitenwechsel wurde es dann immerhin etwas besser. Die Hagener gaben sich trotz des deutlichen Rückstands nicht auf, unterlagen im dritten Viertel nur noch mit 10:16 und im Schlussviertel mit 7:13. „Ayse Colakoglu (7 Punnkte) und Antonia Fritz (9) haben zusammen über die Hälfte der Punkte erzielt. Sie sind die einzigen, die ich rausnehmen kann", sagte Miethling, den am Abend eine weitere schlechte Nachricht erreichte: Der Vorletzte NB Oberhausen gewann mit 77:73 gegen den Hürther BC. Damit wird es im Abstiegskampf nochmal richtig eng für Hagen.

Im Kampf um den Aufstieg hat weiter die SG TV Bensberg/Herkenrath die Nase vorn. Auch der Tabellendritte BG Hagen konnte den ungeschlagenen Spitzenreiter nicht stoppen. In einer intensiven Partie setzte sich das Team von Trainer Alexander Sauer am Ende mit 50:38 durch. Dabei war es eine sehr enge Begegnung. Im ersten Spielabschnitt begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe, mit nur einem Punkt Vorsprung (19:18) für Bensberg ging es in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel sah es dann so aus, als würde das Sauer-Team die Vorentscheidung erzwingen. Bensberg baute den Vorsprung im dritten Viertel auf 37:25 aus. Doch im Schlussabschnitt lief dann beim Tabellenführer anfangs nur noch wenig zusammen. „Wir haben Moral gezeigt", lobte Hagens Coach Andreas Schweer seine Mannschaft. Hagen holte Punkt um Punkt auf und vier Minuten vor dem Ende war die Begegnung beim Stand von 39:35 für Bensberg wieder vollkommen offen. Doch zwei erfolgreiche Dreier in Folge sorgten dann für die Vorentscheidung.

Ausruhen kann sich Bensberg auf dem Sieg jedoch nicht. Gleich am Wochenende geht es mit dem nächsten Spitzenspiel weiter, der Tabellenführer muss zum Zweiten RheinStars Köln. Bei einem erneuten Erfolg des Spitzenreiters dürfte die Meisterfrage bereits beantwortet sein.

Die Kölner werden dies aber verhindern wollen. Sie setzten sich am Wochenende souverän mit 77:60 bei den Citybasket Recklinghausen durch. Schon nach dem ersten Viertel lagen die RheinStars deutlich in Führung (22:10). Doch dann schlichen sich kleine Fehler in das Spiel der Mannschaft von Coach Wolle Stricker ein. Zwischenzeitlich betrug der Vorsprung der Kölner nur noch drei Punkte. Im Schlussviertel sorgten die Domstädter mit insgesamt 20 Punkten und einer starken Linda Kübel (10 von insgesamt 16 Punkten im Schlussviertel) aber dann doch noch für klare Verhältnisse. (maGro/mb)

 

Der 12. Spieltag im Überblick:
SG TV Bensberg/TV Herkenrath – BG Hagen 50:38
VSTV Wuppertal – TSV Hagen 66:29
NB Oberhausen II – Hürther BC 77:73
Citybasket Recklinghausen – RheinStars Köln 60:77
Rhöndorfer TV – BBZ Opladen II 54:55
Der 13. Spieltag:
TSV Hagen – Rhöndorfer TV (16 Uhr)
RheinStars Köln – SG TV Bensberg/TV Herkenrath (18 Uhr)
Herner TC II – Citybasket Recklinghausen (18 Uhr)
Hürther BC – DJK Frankenberg (20 Uhr)
BG Hagen – VSTV Wuppertal (20:15 Uhr, alle Samstag)
BBZ Opladen II – NB Oberhausen II (16 Uhr, Sonntag)