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Hagen kassiert in Rhöndorf die zweite Saisonniederlage, Bochum gewinnt in Barmen – der 10. Spieltag der Regionalliga Damen führt die Topteams der Liga immer näher zusammen.

Dragons Rhöndorf besiegt als 4. der Tabelle den 2. TSV Hagen 55:49, VfL AstroStars Bochum holen als 5. der Tabelle beim 3. Barmer TV mit 58:55 zwei wichtige Punkte. An der Reihenfolge in der Tabelle hat sich nichts geändert, aber die vier Teams trennen maximal nur noch 2 Punkte.

Der Tabellenführer BBZ Opladen 2 hatte mit Schlusslicht NB Oberhausen erstaunliche Probleme. Zur Halbzeit führte Oberhausen 43:34 in Opladen – musste sich am Ende aber 61:71 geschlagen geben.

Regionalliga Damen | 10. Spieltag Samstag 02.12.2017
Hürther BC : Velberter SG 76:74
Dragons Rhöndorf : TSV Hagen 55:49
Herner TC 2 : TSVE Bielefeld 95:62
Barmer TV : VfL AstroStars Bochum 55:58
BBZ Opladen 2 : NB Oberhausen 71:61
RheinStars Köln : Telekom Baskets Bonn 67:60

Der Link zur aktuellen Tabelle.

Der Link zum nächsten Spieltag am 09. und 10.12.2017.


Spielbericht Dragons Rhöndorf : TSV Hagen 55:49 (von Dragons Rhöndorf)
Die Dragonladies gewinnen das Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten aus Hagen. Das Spiel zeigte zwei völlig verschiedene Halbzeiten. In der ersten Halbzeit gab es ein kollektives Versagen. Symptomatisch wurde das Spiel mit zwei vermeidbaren Ballverlusten eingeleitet. Am Ende der ersten Halbzeit standen gerade einmal zwei Offensivrebounds in der Statistik. Hagen nutzte die Nachlässigkeiten zu schnellen Gegenangriffen und auch hochprozentig im Angriff Würfe aus der Mitteldistanz.
Die Dragonladies kamen nach der Besprechung in der Halbzeitpause wie verwandelt aus der Kabine. Karo Krabbe leitete einen 15:0 Lauf ein und die Rhöndorferinnen führten in der 26. Spielminute mit 34:29. In der Offensive scorten in dieser Phase neben 7 Punkten von Karo Krabbe noch Maike Otto, Linda Brückner und Katrin Menne. Hagen schaffte zwar dann noch 4 Punkte in dem Viertel, aber die wieder sehr gut aufgelegte Sera Kadiata mit 4 Punkten war maßgeblich daran beteiligt, dass die Dragonladies ihren Vorsprung auf 43:33 ausbauen konnte. Hagen kämpfte sich wieder ins Spiel, doch bis zur 36. Spielminute behielten die Dragonladies besonders auch durch 4 schöne herausgespielte Punkte durch Julia Loock die Führung und es stand 51:46. Doch dann trafen die Dragonladies nicht mehr und foulten Hagen wiederholt, die dann bis zur 39. Spielminute auf 51:49 herankamen. Ein sehr wichtiger Korb von Sera Kadiata eine Minute vor Schluss und die Dragonladies führten mit 53:49. Die Ausbälle und Auszeiten nutze das Trainerteam Martin Otto und Michael Löhr immer wieder zu wechseln, wo immer wieder eine gute Defenseline oder eine starke Offenseline auf dem Feld stand. 30 Sekunden vor Schluss wurde in der Dragonsauszeit angesagt, dass der Einwurf entweder auf Karo Krabbe oder Annika Otto gehen sollte, da diese beiden Spielerinnen sehr gute Freiwerferinnen sind. Annika Otto bekam den Ball, wurde gefoult und traf nervenstark beide Freiwürfe. In der Verteidigung ließen die Dragonladies nichts mehr anbrennen, verhinderten durch eine starke Verteidigung jegliche Möglichkeit auf einen guten Wurf und das Spiel war entschieden.
Das Team war sich nach dem Spiel einig, dass sie nur durch eine sehr gute Teamleistung in der zweiten Halbzeit das Spiel gewonnen hatten, weil die Einstellung dann in jeder Phase des Spiels stimmte und der Siegeswille von allen Spielerinnen zu hören und sehen war.

Spielbericht Dragons Rhöndorf : TSV Hagen 55:49 (von TSV Hagen)
Nach sieben Siegen in Folge müssen die Hagenerinnen eine bittere aber auch unnötige Niederlage hinnehmen. Dabei startete man das Spiel gegen die Drachen Ladies äußerst konzentriert und zeigte von Beginn an das man zu recht auf Platz 2 der Tabelle steht. Zwar musste das Team ohne Elina Stahmeyer und die beiden Rookies Perlick und Kortenacker auskommen, konnte aber durch erfolgreiches Penetration wiederholt einfache Punkte verbuchen. Defensiv stand man gefestigt, auch die starke Centerin Caro Krabbe konnte man in Schach halten. Trotz einer frühen zweistelligen Führung konnte Trainer Fabian Schumann nicht ganz zufrieden sein mit der ersten Halbzeit: „Gerade im Fastbreak Spiel haben wir viel zu viele einfache Punkte liegen lassen und schlichtweg verschenkt - es hätte auch eine 20 Punkte Führung zur Halbzeit sein müssen!“
Doch startete man in Hälfte 2 mit einem kleinen 10 Punkte Polster das mit einem 15:0 Run der Rhöndorferinnen geradezu pulverisiert wurde. „Offensiv waren wir ohne Spannung, habe viele unnötige Ballverluste fabriziert und auch die gute Wurfquote der ersten Hälfte ging weit in den Keller“, so Schumann der auf einmal ein statisches Spiel seiner Mannschaft sah die es nur auf 4 Punkte im dritten Viertel brachte. Defensiv wurden die Zügel jetzt noch einmal angezogen und der 10 Punkte Rückstand Punkt für Punkt aufgeholt. Doch beim Stand von 51:49 ließ man mehrfach die Chance zum Ausgleich liegen, sodass Rhöndorf im Gegenzug den Sieg mit Freiwürfen eintüten konnte.
„Heute war Rhöndorf der Gewinner einer Partie die beide Teams jeweils eine Halbzeit dominieren konnte. 6 Punkte sind etwas, was wir im Rückspiel aufholen können und das wissen wir natürlich auch! Im Spitzenspiel gegen Opladen am Samstag sind wir auf Wiedergutmachung aus!“ so der Trainer. Mit einem Sieg gegen Spitzenreiter Opladen könnte man sich die „Herbstmeisterschaft“ sichern.

Spielbericht Barmer TV : VfL AstroStars Bochum 55:58 (von VfL AstroStars Bochum)
Ein katastrophaler Start der Ladies führte fast zu einer erneuten Auswärtsniederlage. Erst ab der 33. Minute zeigten die Mädels, was in ihnen steckt. Ein enormer Kampfgeist und Siegeswille wurde am Ende doch noch mit einem Sieg belohnt. Die Freude danach war dann riesengroß.
Das Spiel begann durch einen schön herausgespielten Korb von Kim. Danach bestimmte Barmen allerdings das Spielgeschehen. Wir waren immer wieder einen Schritt zu langsam und hatten kein Mittel gegen Niki Egert und Hannah Wischnitzki. Aber nicht nur die Defense war grottenschlecht, auch in der Offense attackierten wir viel zu wenig den Korb und versuchten es immer wieder durch unvorbereitete Würfe von den Außenpositionen. Nach sieben Minuten stand es bereits 22:7. Zum Glück verkürzten Lucie und Mona dann noch auf 11 Punkte, wodurch der Gegner zumindest noch in Schlagdistanz blieb. Nach einer Umstellung in der Defense zu Beginn des 2. Viertels hatten wir dann die beiden entscheidenden Spielerinnen besser im Griff. Der Defensivrebound stand erheblich besser, was dazu führte, dass die Gastgeberinnen keine 2. bzw. 3. Chance mehr bekamen. Obwohl wir nun im Angriff wesentlich besser spielten, wollten viele einfache Würfe einfach nicht den Weg durch die Reuse finden. Trotzdem verkürzten wir bis kurz vor dem Pausentee auf 30:24, ehe Niki Egert noch einen Korbleger mit Freiwurf verwandeln konnte. Mit 9 Punkten Rückstand ging es also in die Kabine.
Hellwach kamen die Ladies aus der Kabine. Innerhalb von drei Minuten hatten wir nur noch einen Rückstand von 2 Punkten. Leider riss nun der Faden erneut und wir erzielten in den restlichen sieben Minuten nur noch 4 Punkte. Die Wuppertalerinnen nutzen diese Schwäche eiskalt aus und zogen bis zum letzten Viertel auf 44:37 davon. Nachdem wir nun das 2. und 3. Viertel mit jeweils 2 Punkten gewonnen hatten und wir noch alle Chancen auf einen weiteren Sieg hatten, wollten wir in den letzten zehn Minuten zeigen, dass wir auch dieses für uns so wichtige Spiel nicht herschenken würden.
Der Start war dann auch direkt erfolgreich. Wiebke verkürzte auf 44:39. Aber zwei Unachtsamkeiten in der Defense nutzte Niki Egert zu zwei 3-Punkte Würfen und schon waren wir wieder 11 Punkte zurück. Eine Auszeit musste her. Die Verteidigung wurde noch einmal umgestellt. Das war dann der Schlüssel zum Spiel. Niki wurde von Hannah komplett aus dem Spiel genommen und den anderen Wuppertalerinnen fiel nicht mehr viel ein. Und zum Glück fanden nun auch unsere Würfe das Ziel. Punkt für Punkt arbeiteten wir uns wieder heran und beim Stand von 50:46 nahm die gegnerische Trainerin eine weitere Timeout. Danach erzielte Barmen zwar 2 Punkte, aber unser Lauf war nun nicht mehr zu stoppen. 7 Punkte in Folge führten dann in der 36. Minute zu einem Führungswechsel. Wir waren also wieder zurück und wollten das Match nun nicht mehr aus der Hand geben. Wuppertal ging zwar noch einmal mit 54:53 in Führung, aber ein anschließender 3-er von Hannah brachte die endgültige Wende. Die letzte Minute spielten die Mädels dann abgezockt und ließen den Gastgeberinnen keine freie Wurfchance mehr.
Insgesamt war es ein Arbeitssieg und ein fast schon verlorenes Spiel konnte dank einer hervorragend aufgelegten Wiebke Bruns gedreht werden. Nun gilt die volle Konzentration dem letzten Spiel in der Hinrunde. Am kommenden Sonntag bestreiten die AstroLadies ihr letztes Heimspiel in diesem Jahr.

Spielbericht BBZ Opladen 2 : NB Oberhausen 71:61 (von BBZ Opladen 2)
Am vergangenen Samstag empfing BBZ 2 den Tabellenletzten aus Oberhausen. NBO hatte sich kürzlich mit Carla Bellscheidt verstärkt, eine Oberhausenerin, die auch schon bei BBZ spielte und zuletzt in Bayern in der 1. Liga aktiv war, bevor sie beruflich wieder nach Nordrhein-Westfalen zurückkehrte. Nach der schlechten Leistung in Bochum hatte die Trainerin in der Woche an den Schwächen arbeiten lassen, aber vor allem darauf hingewiesen, dass ein schlechter Tag immer vorkommen kann und die Mannschaft nun die entsprechende Reaktion in der eigenen Halle zeigen müsse. Verzichten musste Grit Schneider auf Leonie Schütter, die die ganze Woche krank war und am Sonntag für die 1. Damen geschont wurde, sowie auf Vera Jaecker, die berufliche Verpflichtungen hatte. Keira Eulering stand an diesem Wochenende im Kader der Oberliga und wurde nicht eingesetzt, dafür war Babsi Wehr nach dem Urlaub wieder im Kader.
Doch BBZ startete in die Partie genauso, wie man in Bochum aufgehört hatte - die Defense war oftmals einen Schritt zu spät, die Rebounds wurden nicht konsequent eingesammelt. NBO spielte geschickt und sehr effektiv zusammen und führte bereits nach zehn Minuten mit 10 Punkten (14:24). Vor allem Carla Bellscheidt und René Höfels konnten immer wieder ihre individuelle Stärken ausspielen und 13 der 24 Punkte erzielen. Grit Schneider war bedient… und setzte auf die Jugend: Fortan spielte eine U20-Formation mit Prinz, Theisohn, Eulering, Flaskamp und Weiß und holte vor allem durch 9 Punkte in Folge von Franzi Prinz auf - es ging also doch! Aber BBZ schaffte es nicht, konsequent zu verteidigen und ließ wieder Offensiv-Rebound zu und verhinderte die einfachen Punkte nicht. Mit einem 9 Punkte Rückstand ging es in die Pause (34-43).
In der Halbzeit wurde die Defense-Leistung angesprochen, die Trainerin forderte eine 100% Steigerung ihres Teams, ebenso wurden Optionen in der Offense aufgezeigt, um die Punkteausbeute zu erhöhen. Doch BBZ machte im Schlafwagentempo weiter - Oberhausen kombinierte nach Belieben und traf zugleich hochprozentig, und wenn nicht, war oftmals der Rebound nicht in BBZ Händen. So langsam wurde auf Seiten von BBZ die Nervosität größer… sollte die zweite Niederlage folgen?  Ja, möglich war dies, auch wenn die Trainerin wusste, dass das Team wesentlich besser spielen kann, als es gerade auf dem Feld zeigte.. und sie grübelte über die gewinnbringende Änderung, denn ihr Team lag mit 49-58 vor den letzten 10 Minuten zurück! Grit Schneider hatte eine Idee, aber vor allem weckte sie ihr Team vor den letzten 10 Minuten erst einmal auf - und offensichtlich waren die deutlich hörbaren Worte von Wirkung…. Fortan sahen die Zuschauer das BBZ-Team, was sie kannten! BBZ  verteidigte endlich als Team und zeigte den unbedingten Willen, in eigener Halle ungeschlagen zu bleiben. Der erste Oberhausener Korb war in der 39. Minute, vorher gelangen BBZ 15 Punkte - vor allem Cora Theisohn zeigte in ihrem besten Regionalliga Spiel die für das Team notwendige Aggressivität und ließ gemeinsam mit Denise Weiß keine Punkte mehr von Bellscheid und Höfels zu! Und offensichtlich nahm sich der Rest des Teams ein Beispiel daran, denn Grit Schneider sah ihr Team kämpfen! Und so gelang in der 37. Minute der Ausgleich - und als Denise Weiß sich ein Herz nahm und direkt nach dem Ausgleich noch einen Dreier hinterherschickte, glaubte das Team an den Sieg und ließ sich diesen nicht mehr nehmen. Durch weitere Punkte von Flaskamp und Theisohn und einen weiteren Dreier von Weiß wurde ein 9-Punkte Rückstand in einen 10-Punkte Sieg verwandelt. Hinzu kam, dass alle Freiwürfe getroffen wurden! Die Erleichterung auf BBZ-Seite war groß! Ein Viertelergebnis von 22-3 zeigt, wozu das Team in der Lage ist, wenn es will und alle bedingungslos daran arbeiten!
Um eine Chance in Hagen zu haben, muss das Team in der kommenden Woche entsprechend trainieren, denn in Hagen wartet ein gutes eingespieltes Team mit vielen hochkarätigen Spielerinnen.

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