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Die Hinrunde der Regionalliga Damen ist gelaufen. Mit BBZ Opladen 2 feiert das dominierende Team der Liga die Herbstmeisterschaft.

Auch gegen den direkten Verfolger und Tabellenzweiten TSV Hagen gab sich die Mannschaft von Grit Schneider keine Blöße. Am Ende stand es 68:51 für den amtierenden Meister und Hagen rutschte in eigener Halle auf den 4. Platz. Denn sowohl Dragons Rhöndorf als auch VfL AstroStars feierten am 11. Spieltag zum Ende der Hinrunde Siege. Damit stehen jetzt auf den Plätzen 2 bis 4 gleich vier Teams mit jeweils 16 Punkten – das verspricht jede Menge Spannung für die Rückrunde.

Am Tabellenende überraschte NB Oberhausen mit dem zweiten Saisonsieg gegen Barmer TV. Velberter SG ist mit nur einem Sieg aus der Hinrunde jetzt alleiniges Schlusslicht der Regionalliga Damen.

Regionalliga Damen | 11. Spieltag Samstag 09.12. und Sonntag 10.12.2017
Telekom Baskets Bonn : Dragons Rhöndorf 57:68
TSV Hagen : BBZ Opladen 2 51:68
Velberter SG : Herner TC 2 56:67
NB Oberhausen : Barmer TV 77:44
TSVE Bielefeld : RheinStars Köln 57:50
VfL AstroStars Bochum : Hürther BC 63:60

Der Link zur aktuellen Tabelle.

Der Link zum nächsten Spieltag am 16. und 17.12.2017.


Spielbericht TSV Hagen : BBZ Opladen 2 51:68 (von BBZ Opladen 2)
Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar - wer als Sieger vom Platz geht, ist Tabellenführer. Für BBZ Opladen war es zudem die Chance, ein kleines Polster zu der Verfolgergruppe herzustellen.
BBZ 2 reiste aufgrund der Wetterbedingungen vorzeitig an und überbrückt die Zeit im Hagener M ;-) Da bekam die Trainerin ihre notwendige Kaffeedosis, bevor es in die Halle und zum Spitzenspiel ging. Grit Schneider stellte ihr Team entsprechend ein und forderte 40 Minuten BBZ Defense Power; genau das, woran man die vergangenen Wochen gearbeitet hatte. Und BBZ - an diesem Samstag ohne die beiden Eulering-Schwestern und Centerin Conny Janzon - startete direkt in BBZ Manier: Cora Theisohn, Denise Weiß, Elli Kaster, Ronja Schmidt und Corinna Flaskamp verteidigten mit der notwendigen Konzentration und als Team, und ließen nur wenige Chancen zu, die Offense Transition lief und BBZ konnte sich schnell einen 9 Punkte Vorsprung zur Viertelpause herstellen. BBZ wollte genau da weitermachen und spielte konzentriert mit vielen guten Abschlüssen in der Offense. Beim Stande von 31:15 in der 16. Minute kam allerdings ein Bruch ins BBZ Spiel - es wurde hektischer abgeschlossen, die Penetration der Hagenerinnen nicht mehr gut verteidigt und so ließ man Hagen bis auf 2 Punkte zur Halbzeit-Pause herankommen (31:29). Die Trainerin war bedient… und stellte in der Kabine nochmal heraus, was sie von ihrem Team erwartet!
Und die Worte schienen zu fruchten - eine Umstellung in der Defense und wieder Konzentration und kluge Offenes-Spielzüge folgten. Vor allem Denise Weiß und Vera Jaecker brachten die Hagenerinnen zur Verzweiflung, und immer dann, wenn diese mal geschlagen waren, waren Elli Kaster, Leo Schütter, Corinna Flaskamp oder Ronja Schmidt zur Stelle. Mitte des dritten Viertels setzte sich BBZ wieder ab und kam vor allem durch die glänzend aufgelegte Corinna Flaskamp immer wieder zu Punkten und konnte oftmals nur durch Fouls gestoppt werden. Aber auch hier präsentierte sich BBZ Opladen wieder stark und spielte so einen 9 Punkte Polster vor dem Schlussviertel heraus. Grit Schneider warnte ihr Team - Hagen hat genügend Spielerinnen, die ein Spiel drehen und bekannt für ihre aggressive Defense. Es galt also, mit ruhigem Kopf und guter Defense das Spiel für sich zu entscheiden. Und das machte BBZ sehr gut - Hagen zog deutlich an und versuchte alle Korbabschlüsse zu verhindern und gleichzeitig mit aller Macht zum Korb zu ziehen. Doch BBZ blieb stabil, traf wieder hochprozentiger und - das ist sicherlich die wichtigste Erkenntnis - ließ nicht nach in der Defense. Die Gastgeberinnen wurden zunehmend ungeduldiger und ruppiger und verloren Mitte des vierten Viertels eine Spielerin nach deren zweiten U-Foul . Hinzukamen noch zwei weitere Technische; die Freiwürfe konnten zwar nicht alle verwandelt werden, aber BBZ ließ sich den Sieg und Platz 1 nicht mehr aus der Hand nehmen. Am Ende standen 68-:1 auf der Anzeigetafel und Team und vor allem die Trainerin waren erleichtert.
„Ich wusste ja, dass wir nichts verlernt hatten, so zu verteidigen oder zu treffen, aber es fehlte die Konzentration und der unbedingte Wille gegen Bochum und Oberhausen. Ich habe meinem Team gesagt, ob sie heute Abend auf Platz 1 stehen wollen oder nicht und wenn ja, dann sollen sie rausgehen und das spielen, was sie können. Und offensichtlich wollten sie… „ sagte Grit Schneider mit einem Lächeln. Jetzt gilt es, alle ganz- oder halbkranken Spielerinnen bis nächsten Samstag wieder fit zu kriegen, um nächste Woche in Bonn genau da anzuknüpfen.

Spielbericht Telekom Baskets Bonn : Dragons Rhöndorf 57:68 (von Dragons Rhöndorf)
Zweimal lag Bonn 3:0 und in der 4. Spielminute 8:5 vorn, doch mit jeweils zwei sicher verwandelten Freiwürfen von Maike Otto und Julia Simonis gingen die Dragonladies in der 7. Spielminute 14:10 in Führung. Die Gastgeberinnen hielten dagegen und in der 14. Spielminute stand es 22:21 für Bonn. Doch die spätere Topscorerin Julia Loock postete sich zweimal hintereinander sehr gut auf und machte 4 wichtige Punkte zum 25:22. Sie war in der ersten Halbzeit mit 12 Punkten kaum zu stoppen. Ein Dreipunktetreffer von Annika Otto und die Dragonladies gingen mit einem 37:32 Vorsprung in die Halbzeitpause.
Die Trainer Martin Otto und Michael Löhr thematisierten die 18 Offensivrebounds der Bonner, die nur dadurch noch im Spiel geblieben waren und daraus 16 Punkte erzielt hatten. Nach einer sehr guten Phase im dritten Viertel gab es in der 28. Spielminute mit 55:45 den ersten zweistelligen Vorsprung, woran die Estin Marija Gontsarova mit 6 Punkten maßgeblich beteiligt war. Im letzten Viertel kamen die Bonner durch einfache Ballverluste der Dragonladies in der 35. Spielminute nochmals auf 60:56 heran. Doch dann ließen die die Bonner einige einfache Chancen liegen, während die Dragonladies im Angriff über Sera Kadiata, Elli Emrich und Julia Simonis zu wichtigen Punkten kamen zum 64:56 in der 39. Spielminute. Die Fouls in der Schlussphase halfen den Bonn nicht mehr, da Annika und Maike Otto ihre beiden Freiwürfe sicher zum Endstand von 68:57 trafen.
Die Mannschaft war sich nach dem Spiel einig, dass sie einen Arbeitssieg eingefahren hatte. Eigentlich kann das Team viel schneller spielen, doch das ging heute beim gesundheitlich angeschlagenen Team nicht. Trotzdem gab es auch viel Gutes im Dragonspiel: Sehr zufrieden waren die Coaches mit der Verteidigung von Jule Flottmann, Elli Emrich und Annika Otto, die die stärkste Bonnerin, die Amerikanerin Gamble auf 12 Punkte hielten. Auch Maike Otto zeigte eine starke Verteidigung und schloss immer wieder viele Lücken in der Verteidigung. Im Angriff half Julia Simonis immer wieder mit ihrer Routine, zog zum Korb und traf im Angriff gute Entscheidungen. Sera Kadiata holte die meisten Rebounds und gab der Mannschaft auch dadurch viel Energie.
Am kommenden Wochenende fängt die Rückrunde an und mit Bielefeld hat die Mannschaft aus dem ersten Spiel noch eine Rechnung offen.

Spielbericht VfL AstroStars Bochum : Hürther BC 63:60 (von VfL AstroStars Bochum)
Ein weiteres Mal gewinnen die Ladies das Match erst im letzten Viertel. Nach den letzten beiden schweren Spielen gegen Opladen und in Barmen, die beide gewonnen wurden, fehlte am Sonntag der nötige Biss und die Konzentration. Sämtliche Warnungen in der Woche und auch vor dem Spiel, dass es gegen das Kölner Team nicht noch einmal so leicht werden würde wie im Pokalspiel wurden scheinbar nicht ernst genommen.
Im 1. Viertel liefen wir bis zur 10. Minute immer einem Rückstand hinterher und erzielten erst in den letzten Sekunden einen 2-Punkte Vorsprung. Hürth penetrierte ein ums andere Mal zum Korb und wir waren entweder einen Schritt zu spät oder nicht konsequent genug, um diese Cuts zu verhindern. Bei den meisten von uns fehlte die Körperspannung, wodurch wir die Gäste immer besser ins Spiel kommen ließen. Der 2. Abschnitt begann zunächst besser. In der 12. Minute stand es 29:23 und wer nun dachte, dass es so weitergehen würde, sah sich getäuscht. Hürth kam wieder ins Spiel und kam innerhalb kürzester Zeit auf 29:28 heran. Ab der 15. Minute bestimmten dann allerdings die AstroLadies wieder das Spielgeschehen. Ein 9:1 Run brachte dann die höchste Führung (38:29). Aber die Kölnerinnen kamen noch einmal zurück und verkürzten bis zur Halbzeit auf 38:34.
Der Start in die 2. Halbzeit war aus unserer Sicht katastrophal. Ein 10:0 Lauf ließ uns schnell in Rückstand geraten und nun musste an die Moral und Einstellung appelliert werden. Die Mädels kämpften sich zurück und holten Punkt für Punkt auf, so dass der Rückstand vor dem letzten Spielabschnitt nur noch 2 Punkte betrug. Die letzten 10 Minuten hatten es dann in sich und waren an Dramatik kaum zu überbieten. Endlich war die notwendige Einstellung und unser Siegeswillen zu erkennen. Trotz der vielen gute Abschlüsse wollte der Ball einfach zu selten den Weg durch den Ring finden. 3 Minuten vor Spielende stand es 58:53 für uns, aber Jana Meyer drehte nun noch einmal auf. Ca. 50 Sekunden vor dem Abpfiff lagen die Ladies mit 59:60 hinten. Dann endlich fand ein Korbleger von Caro sein Ziel. Hürth versuchte es mit einer Auszeit, konnte allerdings den anschließenden Einwurf im Vorfeld nicht in Zählbares umwandeln. Nun gingen die Gäste auf Fouls und zwangen uns an die Freiwurflinie. Es wurden zwar nur 2 von 4 Freiwürfen verwandelt, aber in der Defense ließen wir nun nichts mehr anbrennen.
Das Spiel müssen wir als einen weiteren Arbeitssieg abhaken. Mit der richtigen Einstellung wäre sicherlich ein solch knappes Spiel nicht zustande gekommen. Ein großes Lob aber auch an die Gäste, die trotz der widrigen Wetterverhältnisse und der dadurch langen Anreise ein tolles Spiel gezeigt haben und bis zum Schluss an ihre Chance geglaubt haben. Jana Meyer war von uns während der gesamten Spielzeit nicht in den Griff zu bekommen. Sie konnte schalten und walten wie sie wollte und erzielte am Ende mit 29 Punkten fast die Hälfte der Punkte ihres Teams.
Nun müssen wir vor Weihnachten noch zwei Auswärtsspiele bestreiten. Am Donnerstag geht es im Pokal im Achtelfinale zum Landesligisten nach Wulfen. Wulfen steht zurzeit auf dem 1. Tabellenplatz und dürfte in der kommenden Saison wohl in der Oberliga an den Start gehen. Es wird also keine leichte Aufgabe, nichtsdestotrotz werden wir die Favoritenrolle annehmen. Und am Samstag gibt es bereits das erste Rückrundenspiel in Oberhausen. Oberhausen hat gestern mit 77:44 einen beeindruckenden Sieg gegen Barmen feiern können, was Warnung genug sein sollte.

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