Opladen, Bochum und Hagen gewinnen die letzten Regionalliga-Partien des Jahres – Rhöndorf und Barmen kassieren vorweihnachtliche Niederlagen.

Die Top 3 der Regionalliga Damen beschenken sich am 12. und letzten Spieltag des Jahres selbst und holen geschlossen jeweils 2 Punkte. BBZ Opladen 2 dominiert bei Telekom Baskets mit einem Plus von 30 Punkten und bleibt mit nur einer Niederlage an der Tabellenspitze. VfL AstroStars Bochum gewinnt mit nur drei Punkten Vorsprung bei NB Oberhausen und TSV Hagen schlägt Barmer TV überraschend deutlich 72:44 und springt auf Platz 3.

Am Tabellenende hat es einen Wechsel gegeben: Velberter SG holt gegen RheinStars Köln den zweiten Saisonsieg und überholt NB Oberhausen.

Mit diesen Ergebnissen verabschiedet sich die Regionalliga Damen in die Weihnachtspause. Der nächste Spieltag steigt am 13. und 14. Januar 2018.

Regionalliga Damen | 12. Spieltag Samstag 16.12. und Sonntag 17.12.2017
Herner TC 2 : Hürther BC 76:79
TSV Hagen : Barmer TV 72:44
Velberter SG : RheinStars Köln 57:55
NB Oberhausen : VfL AstroStars Bochum 54:57
Telekom Baskets Bonn : BBZ Opladen 2 46:76
TSVE Bielefeld : Dragons Rhöndorf 67:57

Der Link zur aktuellen Tabelle.

Der Link zum nächsten Spieltag am 13. und 14.01.2018.


Spielbericht Telekom Baskets Bonn : BBZ Opladen 2 46:76 (von BBZ Opladen 2)
Lockerer Sieg zum Start in die Rückrunde. Am vergangenen Samstag stand das Auswärtsspiel in Bonn an… Für BBZ ging es darum, die gute Defense des letzten Spiels fortzusetzen und hier weiter an Konstanz zu arbeiten. Leider musste BBZ auf Vera Jaecker, Babsi Wehr und Keira Eulering verzichten - das erste Spiel in kompletter Besetzung steht also noch aus, sollte aber gegen die ein oder andere Mannschaft in der Rückrunde klappen.
BBZ startete schläfrig… sehr schläfrig und war mit den Gedanken wohl schon bei der anschließenden Team-Weihnachtsfeier! Kurzes Durchatmen der Trainerin, Wechsel und ab ging die Post: Der einzige Rückstand in Minute 6 wurde schnell aufgeholt und bis zur Pause auf 20 erhöht. Vielleicht waren es die Worte der Trainerin, vielleicht die Sorge, es gäbe keine Weihnachtsgeschenke oder einfach nur das Erinnern, an das, was das Team ausmacht! Sei es drum, es gab keinen Zweifel daran, wer am Ende des Spieles den rosa Zettel mitnehmen würde…
Und BBZ machte nach der Pause da weiter, wo man vorher aufgehört hatte, verteidigte und reboundete stark und punktete vorne mit fast allen… Es wurde munter durchgewechselt und so langsam machte sich die Feierstimmung schon auf der Bank breit - alle bekamen viel Spielzeit und so konnten vor allem die Jüngeren weitere Schritte in ihrer Entwicklung machen. Selbst die Trainerin nahm auch mal auf der Bank Platz und wirkte fast schon entspannt ;-) Alles in allem hält Grit Schneider fest: „Das war ein verdienter Sieg, der nie wirklich in Gefahr war - und ich denke, wir stehen zum Ende des Jahres verdient an der Tabellenspitze. Dennoch wissen wir, dass dieser Platz keine Selbstverständlichkeit ist und alle nur darauf warten, uns zu schlagen. Deswegen werden wir über die Winterpause nicht nur faul sein, sondern uns auf die Spiele im nächsten Jahr vorbereiten, um dort so erfolgreich wie möglich zu sein… und jetzt wird gefeiert.“
BBZ muss am Donnerstag im Pokal noch nach Köln, bevor die Weihnachtstage beginnen und jede Spielerin mit ihren eigenen Zielen und einem bestimmten Teamziel ins neue Jahr starten.
An dieser Stelle gilt der Dank allen Eltern und Freunden der RLD, die uns in diesem Jahr begleitet haben - Ihnen aber auch allen anderen Teams wünscht BBZ 2 ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes, gesundes und - fast gegen jeden ;-) - erfolgreiches Jahr 2018!


Spielbericht NB Oberhausen : VfL AstroStars Bochum 54:57 (von VfL AstroStars Bochum)
Nach dem Offensivspiel im Pokal war diesmal die defensive Leistung gefordert, und dass die Damen beides können, haben sie innerhalb von zwei Tagen beeindruckend gezeigt. In einem körperlich äußerst harten Spiel verlassen die Ladies auch beim letzten Auftritt in 2017 als Sieger das Parkett. Bedingt dadurch, dass die Schiris sehr viel haben laufen lassen, entwickelte ein von Minute zu Minute immer härter werdendes Spiel, das teilweise mit unfairen Mitteln geführt wurde. Erst nach einer schweren Verletzung von Sarah Simon in der Mitte des dritten Viertels änderten die Schiris endlich ein wenig ihre Linie und versuchten in den restlichen Minuten die überharte Gangart des Gegners konsequenter zu bestrafen.
Das erste Viertle lief aus unserer Sicht optimal. Nach einem Zwischenstand von 7:7 in der dritten Minute gelang uns ein 15:0 Lauf, der auch durch eine Auszeit des gegnerischen Trainerkollegen nicht zu stoppen war. Allerdings kündigte Carla Bellscheid während dieser 10 Minuten schon an, dass sie allein ein Spiel entscheiden kann. Von den 12 Punkten erzielte sie allein 9 Points. Der zweite Spielabschnitt begann zunächst ebenfalls recht ordentlich. In der 12. Minute erspielten wir uns einen 15 Punkte Vorsprung. Das sollte jedoch der höchste Vorsprung des gesamten Spiels sein. NBO erhöhte den Druck und angeführt von Carla verkürzten sie bis zur Halbzeit auf 8 Punkte. Wir zeigten uns zu beeindruckt von der härteren Gangart des Gegners und waren nicht bereit ähnlich hart zur Sache zu gehen.
Auch nach der Pause ging es ähnlich weiter. Auf Lucie und Wiebke hatten die gegnerischen Verteidigerinnen es besonders abgesehen. Sie wurden immer wieder entweder bei der Ballannahme oder im Wurf gefoult, aber ein Pfiff blieb leider aus. In der 34. Minute war Oberhausen auf 3 Punkte heran, ehe Lucie und Sarah 5 Punkte in Folge erzielten. Dann aber kam es zu der Verletzung von Sarah und uns war die an diesem Tag beste Aufbauspielerin genommen. Nichtsdestotrotz retteten die Mädels einen 6 Punkte Vorsprung in die letzten 10 Minuten. Im letzten Viertel wurde es dann, wie auch bereits in den letzten beiden Meisterschaftsspielen, richtig spannend. Obwohl unsere Defense weiterhin recht ordentlich stand, sollte es in der Offense nicht rund laufen. Da wir nicht mehr als Team auftraten und der Ball nicht mehr durch die eigenen Reihen lief, erzielten wir in den ersten 6 Minuten gerade einmal 2 Punkte und NBO war auf 47:49 heran. In einer gut gefüllten Halle waren damit die Geister des Publikums geweckt, die ihr Team frenetisch nach vorne peitschten. Nur zwei Minuten später übernahm NBO mit 52:51 die Führung. Einen Feldkorb durch Wiebke konterten die Gastgeberin erneut mit einem Korb, so dass wir circa 1 Minute vor Spielende mit 54:53 im Hintertreffen waren. Dann bekam Lucie ein hervorragendes Anspiel, fasste sich ein Herz und versenkte den Ball. Beim Gegenangriff stand unsere Defense erneut sehr gut, so dass NBO zu keiner klaren Chance kam und bei mittlerweile nur noch wenigen Sekunden auf der Uhr schickten uns die Gastgeberinnen nun an die Freiwurflinie. Lucie blieb cool und verwandelte beide Würfe. Es waren nur noch 0,9 Sekunden auf der Uhr und der NBO-Coach nahm seine letzte Auszeit. Die Gegnerinnen erhielten noch einmal einen Einwurf im Vorfeld, aber wir waren hellwach und konnten den Pass abfangen. Anschließend waren alle glücklich ein erwartetes schweres Match gewonnen zu haben. Bei der anschließenden Weihnachtsfeier ging dann auch die entsprechende „POST“ ab.
Wir überwintern nun auf einem hervorragenden 3. Tabellenplatz und blicken auf ein unglaublich erfolgreiches Jahr zurück. Nach dem Aufstieg in die Regionalliga stellten die Ladies bislang auch in der neuen Liga unter Beweis, dass sie dort nicht nur angekommen sind, sondern auch gut mitspielen können und in der Lage sind jedes Team der Liga zu schlagen. Der Gipfel der Hinrunde war sicherlich der Sieg über das TOP-Team aus Opladen. Im neuen Jahr werden wir weiterhin bemüht sein euch einen schönen Basketball zu liefern, um auch in der Rückrunde so viele Spiele wie möglich zu gewinnen. Weiter geht es am Sonntag, den 14. Januar um 16:00 Uhr in der MSM gegen den direkten und punktgleichen Tabellennachbarn aus Hagen.
Zum Schluss möchten sich die Mädels, Bobo und ich uns recht herzlich für die Unterstützung in diesem erfolgreichen Jahr bei all unseren Fans bedanken. In den vielen Heimspielen war es doch immer wieder schön in einer gut gefüllten Halle auftreten zu können und euch recht ansehnliche Damenspiele geliefert zu haben. Wir wünschen euch von ganzem Herzen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und viel Kraft, Gesundheit und Glück im neuen Jahr.


Spielbericht TSV Hagen : Barmer TV 72:44 (von TSV Hagen)
TSV Damen zurück in der Spur. Nach zuletzt zwei bitteren Niederlagen gegen direkte Tabellennachbarn war der punktgleiche Barmer TV zu Gast in Altenhagen. Die Hagenerinnen die ohne Katja Lippmann, Nina Schnietz und Zoe Perlick antraten, nahmen sich also viel vor um den Top 4 Platz zu sichern.
Das gelang gleich zu Beginn des Spiels, aggressiv wurde der Korb attackiert, freie Würfe herausgespielt und angeführt von einer starken Sophia Mücke (12 Punkte im 1. Viertel) erarbeitete man sich früh ein zweistelliges Polster. Aber nicht nur die Offense stimmte, defensiv agierte man gut, verteidigte konzentriert und auch das Duell beim Rebound konnte trotz körperlicher Unterlegenheit, klar für sich entscheiden werden. Auch im zweiten Viertel ließ man nicht locker und erlaubte sich keine Schwächephase. Kathrin Schlatt beendete Hälfte 1 mit einem Buzzer Beater und einer 42:20 Führung.
Auch nach der Halbzeit präsentierte man sich sogar noch stärker als in Viertel 2 - man ließ nur 4 Punkte zu und konnte offensiv weiter ausbauen und im Vergleich zu den letzten Spielen trafen Monika Lopinska und Co auch endlich wieder jenseits der 3 Punkte Linie (8 Dreier). im Schlussviertel rotierte der TSV viel, doch die hohe Intensität hatte ihren Preis, Wuppertal konnte hier noch einmal verkürzen - auch wenn es nur noch Ergebniskosmetik war.
"Das war ein starkes Spiel heute und nach zwei Niederlagen auch moralisch ein extrem wichtiger Sieg. Insbesondere die Verteidigung in Viertel 2 und 3 mit nur 11 zugelassenen Punkten war sehr gut - offensiv haben wir es endlich wieder geschafft den Korb zu attackieren und den Ball besser zu bewegen, das war eine geschlossene Teamleistung, bei der wir es endlich geschafft haben, mal wieder außerhalb der Zone konstant zu scoren. Das nächste Spiel in Bochum wird extrem wichtig - es gilt 6 Punkte aufzuholen," blickt Trainer Fabian Schumann voraus.
Doch vor der Winterpause tritt der TSV am Montagabend noch einmal im Achtelfinale des WBV Pokals an. Gegner ist dort der VSTV Wuppertal. Auch mit einem dezimierten Kader, sollte hier der Einzug in die nächste Runde möglich sein.


Spielbericht TSVE Bielefeld : Dragons Rhöndorf 67:57 (von Dragons Rhöndorf)
Dragonladies verlieren in Bielefeld mit 56:67 (2:19; 18:33; 41:49). Ersatzgeschwächt fuhren die Dragonladies nach Bielefeld und die Coaches wechselten wie auch schon in der vergangenen Saison die Rollen. Headcoach war im Trainerteam nun Michael Löhr und Assistent Martin Otto. Beides hatte aber nichts damit zu tun, was das Team im ersten Viertel zuwege brachte. Ganze 2 Punkte schafften die Dragonladies und das waren auch nur 2 Freiwurfpunkte von der Jüngsten, Linda Brückner. Kollektives Versagen des gesamten Teams war wohl der richtige Ausdruck. Im zweiten Viertel konnten die Dragonladies das Desaster eindämmen. Julia Loock schaffte den ersten Feldkorb gefolgt von Katrin Menne und einem Dreier von Maike Otto. Trotzdem konnten die Dragonladies den Vorsprung nur um 2 Punkte bis zur Halbzeit zum 18:33 reduzieren.
Nach der Pause stand es in der 25. Spielminute 24:47 und die Dragonladies wechselten auf die überwiegend junge Garde und es folgte ein 17:2 Lauf. In dieser Phase drehten Marija Gontsarova mit 7 Punkten, Maike Otto mit 5 Punkten, die spätere Topscorerin Julia Simonis mit 3 Punkten und Kristina Gontcharuk mit 2 Punkten auf. Es stand nur noch 41:49. Die Dragonladies ließen nicht locker und kamen in der 38. Spielminute durch einen Dreier von Julia Simonis auf 54:59 heran. Leider trafen die Dragonladies ihre letzten Würfe und das taktische Mittel an der  Freiwurflinie in Ballbesitz zu kommen, half dann auch nicht mehr und so konnte Bielefeld das Spiel am Ende noch deutlicher für sich entscheiden.
Bielefeld wollte am heutigen Tag mehr gewinnen und ist deshalb als verdienter Sieger vom Platz gegangen. Bei diesem Spiel hatten wir einfach nicht genügend Spielerinnen, die ihrer Gegenspielerinnen im 1-1 stoppen können, die bereit sind auszuboxen und für Rebounds zu arbeiten, sind sich die Coaches einig. Daran wird nach den Ferien hart gearbeitet.


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