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Noch ist in der 1. Regionalliga Herren nichts entschieden – weder oben, noch unten. Die beiden TopTeams Münster und Grevenbroich schrammten am 23. Spieltag knapp an einer Niederlage vorbei. Im Abstiegskampf kassierten Kamp-Lintfort und Bonn Pleiten.

Der Spitzenreiter WWU Baskets Münster musste bei der BBG Herford antreten. Am Ende siegten die Münsteraner 94 zu 89 und wurden dabei gezwungen, ihre ganze Klasse abzurufen (siehe Spielbericht).



Die Grevenbroich Elephants machten es beim 96 zu 94 nach Verlängerung bei den ART Giants aus Düsseldorf noch spannender. Nach 40 Minuten stand es 79 zu 79.
Drei Spieltage vor Saisonende liegen Münster und Grevenbroich mit jeweils 38 Punkten auf den Tabellenplätzen 1 und 2.

Neben den Westfalen Mustangs, die bereits zum Saisonstart als Absteiger feststanden, stecken noch drei Teams im Abstiegskampf:
SV Haspe 70 (11./10 Punkte)
BG Kamp-Lintfort (12./8 Punkte)
Telekom Baskets Bonn 2 (13./6 Punkte)

1. Regionalliga Herren | 23. Spieltag 23. und 24.02.2018
BG Hagen : Hertener Löwen 95:91
ART Giants Düsseldorf : BSG Grevenbroich 94:96
AOK Ballers Ibbenbüren : ACCENT BASKETS Salzkotten 94:61
BG Dorsten : BG Kamp-Lintfort 79:68
Westfalen Mustangs : SV Hagen-Haspe (Sa 19:30)
Citybasket Recklinghausen : Telekom Baskets Bonn 2 100:57
WWU Baskets Münster : BBG Herford 94:89

Der Link zur aktuellen Tabelle.

Der Link zum nächsten Spieltag am 03.03.2018.


Spielbericht WWU Baskets Münster : BBG Herford 94:89 (von BBG Herford)
BBG bringt Spitzenreiter ins Schwitzen. Um Haaresbreite sind die Basketballer der BBG Herford am Samstagabend an einer Sensation vorbeigeschrammt. Beim Auswärtsspiel gegen den aktuellen Tabellenführer und Aufstiegsfavoriten Münster unterliegt das Team um BBG-Headcoach Will Massenburg am Ende denkbar knapp mit 94:89 (25:30, 24:14, 27:26, 18:19).
Mit Respekt und vollem Fokus wollten die WWU Baskets aus Münster der BBG Herford begegnen. Ob die Gastgeber vor dem Spiel jedoch mit so viel Gegenwehr gerechnet hätten bleibt fraglich. Die Spieler der BBG präsentierten sich von Anfang an hellwach und erwischten einen guten Start in die Begegnung. Mit hohem Einsatz konnten die Werrestädter Münster ein ums andere Mal in Bedrängnis bringen und lieferten ein offensives Feuerwerk ab. Mit 30:25 konnte man das erste Viertel folgerichtig für sich entscheiden. Leider erlaubten sich die Massenburg-Schützlinge im zweiten Viertel einen kurzen Durchhänger, den die WWU Baskets im Stile eines Spitzenteams eiskalt ausnutzten um das Spiel zu drehen und mit einer knappen 49:44-Führung in die zweite Halbzeit zu starten.
In der Folge konnte sich die BBG jedoch wieder fangen, gestaltete das Spiel von nun an auf Augenhöhe mit den klar favorisierten Münsteranern. Besonders BBG-Spieler Carlbe Ervin zeigte sich in Topform und war von den WWU Baskets nicht zu kontrollieren. Erfolgreich setzte er wiederholt seine Mitspieler in Szene und konnte am Ende selbst 15 Punkte zur starken Mannschaftsleistung beitragen. Auch der Brite Kris Douse verhinderte mit sehenswerten Dunks ein Aufatmen in der mit ca. 800 Zuschauern ausverkauften Unisporthalle in Münster, zeigte jedoch gleichzeitig auch Nerven und konnte lediglich sechs seiner 15 Freiwürfe verwandeln.
Mit 70:76 starteten die Herforder ins entscheidende Viertel und setzten noch mal zum Angriff an. Zwar kam man unter anderem in Person von BBG-Center Phil Humke weiter zu stark herausgearbeiteten Punkten am Brett, das letzte Quäntchen Glück fehlte nun jedoch beim Abschluss. Den Spielern der BBG war der aufopferungsvolle Kampf deutlich anzumerken, doch auch die Münsteraner mussten dem intensiven Spiel Tribut zollen. Bis zum Ende ließen die Werrestädter die WWU Baskets um den Sieg zittern, mussten sich schließlich jedoch mit 94:89 geschlagen geben.
Die Enttäuschung über die verpasste Sensation hielt sich beim BBG-Vorstand Jürgen Berger jedoch in Grenzen. Vielmehr überwog die Freude über den starken Auftritt des Teams: „Das war eine ganz starke Mannschaftsleistung. Das Team hat mit unwahrscheinlich viel Einsatz um jeden Ball gekämpft und die WWU Baskets an den Rand einer Niederlage gebracht“, so Berger. Auch William Massenburg zeigte sich zufrieden mit seinem Team: „Wir haben heute über 40 Minuten mit dem besten Team der Liga mitgehalten und nie aufgehört zu kämpfen. Ich bin sehr stolz auf mein Team!“.
Weiter geht es für die BBG Herford am 3. März mit einem Heimspiel gegen die ART Giants aus Düsseldorf.


Spielbericht BG Dorsten : BG Kamp-Lintfort 79:68 (von BG Kamp-Lintfort)
Und wieder fehlen nur Kleinigkeiten. Eine schwächere erste Halbzeit hat der BG Lintfort einen möglichen Erfolg in Dorsten gekostet. Immer wieder kämpfte man sich heran, immer wieder musste man den Gegner aber wieder ziehen lassen. Elf Punkte trennten die gastgebende BG Dorsten am Ende vom Aufsteiger BG Lintfort. Ein letztlich verdienter Erfolg für die Hausherren. Denn die Gäste aus der Klosterstadt erlaubten vor allem in der ersten Halbzeit zu viele freie Würfe. Am Ende hieß es 79:68 (48:39).
Tobias Liebke, sein Stab und das Team waren die Aufgabe im Münsterland optimistisch angegangen. Zwar zog man in der Hinrunde gegen die Dorstener deutlich den Kürzeren, dennoch hatte man sich für das Rückspiel etwas ausgerechnet - und vorgenommen. Doch schon nach wenigen Minuten musste man auf Lintforter Seite konstatieren, dass man an diesem Tag auf einen stark aufgelegten Gegner getroffen war. Da wirkte sich der Umstand, dass mit Thomas Achtermeier, Michael Schmak und Janosch Feige gleich drei BGL-Akteure krankheitsgeschwächt ins Spiel gingen, natürlich gleich doppelt erschwerend aus. Denn gerade in den ersten Minuten standen die Lintforter zu weit von ihren Gegenspielern entfernt, was auf Dorstener Seite Marcus Ligons und Willi Köhler konsequent ausnutzten. Ihre freien Würfe verwandelten sie traumwandlerisch sicher, die BGL hatte offensiv zunächst Probleme. So lag man nach fünf Minuten bereits mit neun Punkten im Hintertreffen. Danach kamen die Gäste aber langsam ins Spiel. Hinten konnte man sich endlich wichtige Rebounds sichern, vorne traf Patrick Wittch zweimal von außen. So hatte man den Rückstand bis zum Beginn des zweiten Viertels auf nur noch drei Punkte verkürzt (24:21). Doch im zweiten Viertel kehrte wieder der Schlendrian ein. Zu viele Bälle wurden vorne leichtfertig vergeben, die sich bietenden Chancen nicht genutzt. Die Dorstener hielten das Tempo allerdings hoch und konnten sich nach und nach wieder einen zweistelligen Vorsprung erarbeiten. Drei Turnover der BGL nutzten die Hausherren für einen 11:0-Lauf. Doch noch vor dem Seitenwechsel waren es dann die Lintforter, die eine Punkteserie für sich für verbuchen konnten. Durch neun Zähler in Folge hatte man sich bis zu Halbzeit zumindest wieder auf genau diese Differenz heran gekämpft.
„Wir haben in der ersten Halbzeit einfach nicht intensiv genug verteidigt. Es kam in dieser Saison selten vor, dass wir nach zwei Vierteln etwa 40 Punkte erzielt hatten. Aber wir hatten leider auch 48 kassiert, das ist eindeutig zu viel“, sagte Coach Liebke in der Pause. Der Auftrag an seine Spieler war dementsprechend klar abgesteckt. Ran an die Leute, vorne weiter mutig die Chancen suchen. Beides funktionierte nach dem Seitenwechsel eigentlich auch, nur wurden die Möglichkeiten nicht gut genug genutzt. So pendelte sich der Rückstand der BGL nun bei etwa zehn Punkten ein. Zwar kamen die Lintforter zwischenzeitlich wieder auf sechs Zähler heran - dann aber waren es erneut die Dorstener, die Körbe erzielten: Minus 14. Dann wieder die BGL. Zweimal Paul Krüger und einmal Till Achtermeier von außen, nur noch sieben Punkte im Hintertreffen. Auszeit Dorsten. In dieser bekamen die Hausherren anscheinend die richtigen Worte gesagt, denn danach waren es die Gastgeber, die ihren Vorsprung wieder zweistellig gestalteten. Bei nur noch 1:30 Minute verbliebener Spielzeit letztlich eine unlösbare Aufgabe für die Lintforter, die dennoch bis zum Schluss alles versuchten.
„Positiv war heute, dass uns wirklich jeder Spieler, der eingewechselt wurde, auch helfen konnte. Eigentlich war das eine gute Teamleistung, nur die erste Halbzeit darf uns in dieser Form nicht passieren. Jetzt freuen wir uns auf das spielfreie Wochenende, können neue Kräfte tanken und in den verbliebenen zwei Spielen noch einmal angreifen. Danach schauen wir dann, für was es reicht“, so Liebke nach dem Schlusspfiff.



Für den Inhalt der Artikel sind die jeweils benannten Autoren oder Vereine verantwortlich. Die Inhalte der Artikel spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung des WBV wider. Wir bedanken uns bei allen Teams und Verantwortlichen, die uns Spielberichte und Informationen zur Verfügung stellen.

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