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Die ART Giants Düsseldorf sind zur Zeit das Team der 1. Regionalliga Herren. Auch am 5. Spieltag blieben die Landeshauptstädter ungeschlagen. Gegen Ibbenbüren mussten die Giants in eigener Halle allerdings in die Verlängerung.

Nach regulärer Spielzeit stand es 74:74 – am Ende 89:83 für die Hausherren. Erstaunlich die Viertelergebnisse. Ibbenbüren holte sich das erste (15:19), zweite (36:46) und das dritte Viertel (57:59).

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Die BG Dorsten bleibt erster Verfolger der Giants. Mit 78:63 holte das Team von Trainer Franjo Lukenda auch in Salzkotten zwei Punkte und rangiert weiter auf Platz 2.

Das Foto zeigt den Jubel der Dorstener nach dem Sieg in Salzkotten.

Ausführliche Berichte zu den Partien finden Sie am Ende dieser News …


1.
Regionalliga Herren | 5. Spieltag | 19. - 20.10.2018
BG Hagen - SC Fast-Break Leverkusen 103:86
SV Hagen-Haspe - Citybasket Recklinghausen 52:82
ACCENT BASKETS Salzkotten - BG Dorsten 63:78
Deutzer TV - BSG Grevenbroich 56:93
ART Giants Düsseldorf - AOK Ballers Ibbenbüren 89:83
BG Kamp-Lintfort - SVD 49 Dortmund 65:90


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SV Hagen-Haspe - Citybasket Recklinghausen 52:82
von Martin Karbe - Citybasket Recklinghausen

Citybaskets Regionalliga-Herren haben sich eindrucksvoll zurückgemeldet. Das Team um Topscorer Chris Longoria (Foto) siegte beim SV Hagen-Haspe überraschend deutlich mit 82:52 (25:8, 17:14, 23:18, 17:11).

Mit dem unbedingten Willen, die peinliche Heimpleite gegen Kamp-Lintfort vergessen zu machen, waren Coach Johannes Hülsmann und seine Mannen in die Volmestadt gereist. Und tatsächlich: Von der ersten Minute an diktierten die Gäste das Geschehen in der Hasper Rundsporthalle. Und das, obwohl die gastgebende "Mannschaft der Stunde" gerade erst mit Siegen über Grevenbroich und Ibbenbüren die eigenen Fans und nicht wenige Basketball-Kenner gleichermaßen verblüfft hatte.

"Wir sind sehr diszipliniert aufgetreten und haben gut verteidigt", freute sich der Trainer angesichts einer Vorentscheidung bereits im Eröffnungsviertel. Sein Team ließ die Hausherren überhaupt nicht zur Entfaltung  kommen und gelangte selbst vom Start weg in einen guten Rhythmus. Beim Zwischenstand von 25:8 wurde bereits erkennbar, wer aus dieser Begegnung als Sieger hervorgehen würde.

Bei den Schützen fielen die gut herausgespielten Würfe von den Außenpositionen und auch das Innenspiel stellte die Hasper vor immer neue Probleme. In der Verteidigung wurden die beiden Hauptpunktelieferanten des Gegners, die Forwards Karoui und Luchterhandt, bei einstelligen Ausbeuten gehalten, was allerdings nicht auf herausragende defensive Einzelleistungen, sondern auf die mannschaftliche Qualität zurückzuführen war. "Wir haben viel geswitcht", analysierte Hülsmann, "insofern ist dieser Erfolg unserer Team-Defense zu verdanken."

So wurden alle vier Viertel gewonnen und der Vorsprung vergrößerte sich stetig bis zur Schlusssirene, nach der sich die Citybasket-Akteure über einen souveränen  Sieg freuen durften. Auf  dieser Basis geht es mit frisch gestärkten Selbstvertrauen ins nächste Heimspiel gegen Spitzenreiter ART Giants Düsseldorf.

Citybasket
Longoria 26/4 / 11 Reb., Gilberti 2, Barga 8, V. Bredeck 2, Bruns 14/4, Turner 13 / 9 Reb., Charfreitag, Letailleur 8, Spettmann 5, J.Bredeck 4, L. Kaprolat


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ACCENT BASKETS Salzkotten - BG Dorsten 63:78
von Frank Fabek - BG Dorsten

Verdammt lang her....... BG Sieg bei Pelaj Comeback.

Wenn die Verantwortlichen, Fans und Spieler der BG an Auswärtsspiele in Salzkotten dachten kam ihnen unwillkürlich der BAP-Klassiker „Verdammt lang her" in den Kopf. In den letzten Jahren hieß es immer „In Salzkotten nichts zu holen“. Doch in dieser Saison ist alles anders. Völlig verdient konnten die Jungs von Franjo Lukenda mit 78:63 den Sieg mit nach Hause nehmen.

Beim Warmup brandete unter den zahlreichen mitgereisten Fans der Dorstener Jubel auf als Nderim Pelaj im Trikot der Dorstener die Halle betrat. Pelaj musste aus traurigen privaten Gründen für das letzte Spiel passen und kehrte nun zum Team zurück. Somit war der Kader der Dorstener wieder komplett. Lediglich Lyuben Paskov zog sich am gestrigen Abschlusstraining eine leichte Knieverletzung zu, und wurde zunächst geschont.

Und die Dorstener starteten stark in das Spiel. Beim Stand von 9:6 für Dorsten startete das Team einen 16:0 Lauf und konnte das erste Viertel mit 25:8 für sich entscheiden. Der Gastgeber wollte es den Dorstenern jedoch nicht so leicht machen und hielten dagegen. Mit 21:19 gewannen die Sälzer das zweite Viertel. Mit einer 29:44 Halbzeitführung ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel lieferten beide Teams im dritten Viertel ein zerfahrenes Spiel. Viele leichte Korbleger und Halbdistanzwürfe landeten nicht mehr im Ziel. Die Ballverluste häuften sich und die Foulfrequenz stieg an. Salzkotten konnte das dritte Viertel mit 16:11 für sich entscheiden und den Rückstand noch einmal verkürzen. Die Fans in Salzkotten witterten Morgenluft doch die Anhänger der BG hielten lautstark dagegen. Lukenda drückte mit einer lautstarken Ansprache in der Viertelpause auf den „Erase and Rewind“ Knopf und sein Team fing sich wieder und konnte das vierte Viertel mit 23:18 für sich entscheiden. Vor allem Rückkehrer Nderim Pelaj zerstörte mit seinen Distanzwürfen in der Crunch Time alle Hoffnungen der Hausherren. Am Ende konnten Spieler und Fans gemeinsam den Sieg feiern.

Trainer Franjo Lukenda zum nunmehr vierten Sieg in Folge: „Wie erwartet ein schweres Stück Arbeit. Im ersten Viertel lief alles perfekt - offensiv und defensiv. Leider haben wir aber danach nachgelassen. Das darf uns eigentlich nicht passieren. Wir wussten, dass gerade Finke Heißlaufen kann und haben ihm trotzdem zu offene Würfe ermöglicht und selbst nicht mehr so konzentriert gespielt wie zu Beginn. Nichtsdestotrotz ist es ein wichtiger Sieg. Umso schöner wurde er dadurch, dass Nderim wieder zurück ist und ein überragendes Spiel hingelegt hat und wir Lyuben aufgrund seiner Verletzung komplett schonen konnten und nichts riskieren mussten. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle auch an alle mitgereisten Fans. Gerade in der kritischen Phase haben sie uns geholfen die zwei Punkte mit nach Dorsten zu nehmen.“


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Deutzer TV - BSG Grevenbroich 56:93
von Timo Steffens - Deutzer TV

Kellerkinder warten weiter auf ersten Heimerfolg.

Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge ist der Aufsteiger aus Deutz auch gegen das selbsternannte Top-Team aus Grevenbroich der Underdog. Stetiges Ziel der Domstädter ist es allerdings, seine Chance zu suchen und sie zu nutzen, wenn der Favorit schwächelt. Für Grevenbroich, die zuletzt zweimal nicht gewinnen konnten, stand vor der Partie fest, dass nur ein deutlicher Sieg in Köln den Trainer Simon Bennett im Sattel halten könne. Die Kellerkinder möchten unterdessen den ersten Saisonsieg vor heimischem Publikum einfahren und es den Dickhäutern nicht zu leicht machen.

Gegen Grevenbroich fehlt dem DTV der zuletzt gut aufgelegte Youngster Julian Litera, der kurzfristig mit einer Grippe ausfällt. Coach Mario Kyriasoglou rotiert in der Anfangsfünf erneut und bringt gleich drei neue Spieler im Vergleich zum 4. Spieltag. Steffens, Ossey und Türkan beginnen die Partie, während Schulz, Verlemann und Warnecke zunächst auf der Bank Platz nehmen. Nach verlorenem Sprungball starten die Kellerkinder gut in die Partie, starten direkt mit einem Ballgewinn und einem Offensivrebound und zeigen sich von Beginn an angriffslustig. Durch die Treffer von Steffens, Pfeifer und Türkan steht es nach sieben Minuten 10:12 und die Zuschauer in der Sporthalle des Gymnasiums Kreuzgasse sehen eine ausgeglichene Anfangsphase. Doch die Chancenverwertung ist von Beginn an ausbaufähig. Der DTV lässt zahlreiche offene Würfe liegen und verpasst die Chance davonzuziehen. Die Elephants sind zu diesem frühen Zeitpunkt keinesfalls überlegen, profitieren allerdings von der fehlenden Konsequenz der Deutzer in Abschluss und Defensivrebound.

Coach Kyriasoglou wechselt komplett durch und gibt der Starting Five eine Pause. Doch die neuformierte Fünf findet offensiv keinen Rhythmus, während die Dickhäuter aus Grevenbroich ihre Chancen nun konsequent nutzen und auch aus der Distanz beginnen zu treffen. So gehen die letzten drei Minuten des ersten Viertels mit 13:0 an die Gäste, sodass nach zehn Minuten ein erstes deutliches Loch klafft (10:25).

Und der Negativlauf für die Kellerkinder geht auch im zweiten Viertel weiter: Mit 0:9 starten die Domstädter die ersten drei Minuten und liegen nach insgesamt sechs Spielminuten andauernden Dürrephase und einem 22:0-Lauf der Gäste mit 24 Punkten zurück (10:34). Doch die Auszeit von Mario Kyriasoglou zeigt Wirkung, die Mannschaft berappelt sich wieder und trifft nach schier endlos erscheinenden Minuten endlich wieder den Korb. Die letzten sieben Minuten bis zur Halbzeit gestaltet die Mannschaft ausgeglichen mit 11:15, lässt allerdings gleich fünf Punkte an der Freiwurflinie liegen und geht letztlich mit 27 Punkten Rückstand in die Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel bietet sich leider zunächst kein anderes Bild. Die Trefferquote der Deutzer bleibt schlecht, die ersten vier Würfe verfehlen ihr Ziel, während sich die Gäste zu leicht zum Brett durchkombinieren können und sechs einfache Punkte in Folge erzielen (21:54). So ist das Spiel spätestens jetzt entschieden. In der Folge geben sich die Kellerkinder zwar nicht auf, spielen weiter körperbetont, schaffen es allerdings zu keinem Zeitpunkt nochmal wirklichen Zugriff auf den Gegner zu bekommen. Die zweite Halbzeit verlieren die Kellerkinder letztlich nur mit 35:45, das Spiel allerdings deutlich mit 56:93.

„Wir haben so gespielt wie wir in der Woche krankheits- und verletzungsbedingt trainiert haben. Glücklicherweise sind Spiele gegen Teams wie Grevenbroich für uns nicht der Maßstab und auch nicht entscheidend für den Ligaverbleib. Trotzdem haben wir uns nach guter Anfangsphase leider unter Wert verkauft“, resümiert Kyriasoglou nach dem Abpfiff.

So warten die Kellerkinder weiter auf ihren ersten Viertliga-Heimerfolg und stehen nach fünf Spieltagen und einer Bilanz von 1:4 auf dem zwölften Tabellenplatz, punktgleich mit Salzkotten, Dortmund, Leverkusen und Kamp-Lintfort. Damit sind die Kölner endgültig angekommen im Abstiegskampf einer ausgeglichenen Liga, in der an einem guten Tag, jeder jeden schlagen kann. Der kommende Gegner des DTV, die AOK Ballers Ibbenbüren, stehen aktuell auf dem neunten Tabellenrang und mussten sich am vergangenen Wochenende nur knapp dem aktuellen Tabellenführer Düsseldorf geschlagen geben (83:89). Tip-Off in der Sporthalle Ost ist am kommenden Samstag (27.10.) um 19:00 Uhr.

Viertelergebnisse
1.
Viertel: 10:25; 2. Viertel: 11:23; 3. Viertel: 18:23; 4. Viertel: 17:22 - Endergebnis: 56:93

Für die Kellerkinder am Ball
Türkan (13), Steffens (12), Wandel (11), Pfeifer (10), Warnecke (5), Boch (3), Ossey (2), Verlemann, Schulz, Janicot


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BG Kamp-Lintfort - SVD 49 Dortmund 65:90
von Markus Plüm - BG Kamp-Lintfort

Von allen guten Geistern verlassen.

Eine Halbzeit lang dominiert die BGL gegen den SVD Dortmund. Doch dann brechen alle Dämme. Ein enormer Rückschlag für die Lintforter Regionalliga-Basketballer. Am Ende konnte niemand anders, als der Wahrheit ins Gesicht zu blicken. Das war nicht gut genug. Zumindest nicht 20 Minuten lang. Nach einer eigentlich komfortablen Halbzeit-Führung klappte die BGL komplett zusammen und verlor gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, den SVD Dortmund, mit 65:90(41:33). Und das für viele völlig unverständlicherweise.

Denn eigentlich hatte die Partie für die BGL so begonnen, wie es beim Sensations-Sieg in Recklinghausen aufgehört hatte. Der Ball lief durch die eigenen Reihen, einige freie Würfe konnten kreiert werden, die Lintforter trafen alles nach Belieben. Man merkte den Spielern von Tobias Liebke an, dass der unerwartete Erfolg der Vorwoche für Selbstvertrauen und Rückenwind gesorgt hatte. Dennoch hielten die Gäste aus Westfalen in den ersten zehn Minuten gut mit, konnten sich vor allem unter dem Korb immer wieder durchsetzen und fanden einige Lücken in der BGL-Verteidigung.

Entsprechend ging der SVD auch mit einer 22:16-Führung in den zweiten Spielabschnitt. Doch in diesem Begann die Zeit der BGL. Besonders Youngster Lennard Schild drehte nun auf, bediente seine Nebenleute immer wieder mit klugen Pässen oder zog selbst unwiderstehlich zum Korb. Die Dortmunder hatten darauf nur selten eine Antwort und blieben in dieser Phase des Spiels vor allem offensiv zu harmlos. Bestes Beispiel: Top-Scorer Aaron Bowser blieb noch komplett blass und konnte den BGL-Lauf auch nicht verhindern.

Entsprechend nahm die BGL eine Acht-Punkte-Führung mit in die Halbzeitpause. Das Auftreten und die Körpersprache stimmten zu diesem Zeitpunkt noch. Doch plötzlich war alles anders. Zwar konnte Janosch Feige für die Lintforter noch auf zehn Punkte erhöhen, doch dann ging auf Seiten der Gastgeber plötzlich gar nichts mehr. Aber wirklich gar nichts. Die Gäste witterten nicht nur Morgenluft, sie konnten innerhalb weniger Minuten sich sogar ein komfortables Polster erspielen. Auf einmal hatte die BGL jeglichen Mut verloren, lief nur noch hinterher und konnte auch von der Bank keine Akzente mehr setzen. Die Partie entglitt den Gastgebern sehenden Auges. So war es dann auch nicht verwunderlich, dass das dritte Viertel mit 6:27 an die Dortmunder ging.

Bei den Gästen klappte nun aber auch wirklich alles. Bowser war aufgewacht und traf aus allen Lagen, daran zogen sich seine Mitspieler hoch und taten es ihm gleich. Ihnen wurde es aber auch nicht mehr sonderlich schwer gemacht, Moral und Kräfte waren bei der BGL schon lange verloren gegangen. Zwar betrieben die Gastgeber immerhin noch ein wenig Ergebniskosmetik, mussten aber am Ende die deutliche Niederlage und wohl auch den Verlust des direkten Vergleichs gegen den eigentlichen Abstiegskampf-Konkurrenten akzeptieren.

„Es fehlen so ein wenig die Worte, was wir in der zweiten Halbzeit schon wieder fabriziert haben. Es fehlte einfach komplett die Spannung, als wir aus der Kabine kamen. Das darf einfach nicht passieren. Natürlich machen es die Dortmunder in der zweiten Halbzeit dann deutlich besser als zuvor und verteidigen besser. Aber wir dürfen uns von sowas einfach nicht so aus der Bahn werfen lassen“, sagte ein konsternierter Tobias Liebke nach Spielende.

Punkte
Schild (15), Feige (11), Ti. Achtermeier, Ebiballari (beide 7), Th. Achtermeier, Schmak, Wittich, Mellmann (alle 5), Krüger (3), Sengutta (2)


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