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Der Tabellenführer ART Giants Düsseldorf hat es am 6. Spieltag wieder richtig spannend gemacht. In Recklinghausen siegten die Giants 80:79 und bleiben damit in dieser Saison weiterhin ungeschlagen. Verfolger BG Dorsten schickte Schlusslicht BG Kamp-Lintfort mit 86:44 auf die Heimreise.

Knapp, knapper am knappsten. Fast wäre Citybasket Recklinghausen die Sensation gegen die ART Giants Düsseldorf gelungen. Nach dem 1. Viertel führte der Außenseiter 25:20, zur Halbzeit stand es ausgeglichen 43:43 und nach dem 3. Viertel führte Citybasket 63:60. Nur am Ende lagen die Giants mit 1 mageren Pünktchen vorne.

Der amtierende Vizemeister aus Grevenbroich scheint sich vorzeitig aus dem Titelrennen verabschiedet zu haben. In der Heimpartie gegen BG Hagen kassierten die Elephants bereits die 3. Niederlage.

Am Tabellenende punktete nur SVD 49 Dortmund etwas überraschend gegen SV Haspe 70. Mit 2 Siegen belegt der Aufsteiger jetzt Platz 10.

Ausführliche Berichte zu den Partien finden Sie am Ende dieser News …


1.
Regionalliga Herren | 6. Spieltag | 27.10.2018
SVD 49 Dortmund - SV Hagen-Haspe 78:74
AOK Ballers Ibbenbüren - Deutzer TV 74:65
Citybasket Recklinghausen - ART Giants Düsseldorf 79:80
BSG Grevenbroich - BG Hagen 82:91
SC Fast-Break Leverkusen - Hertener Löwen 69:94
BBG Herford - ACCENT BASKETS Salzkotten 61:58
BG Dorsten - BG Kamp-Lintfort 86:44


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AOK Ballers Ibbenbüren - Deutzer TV 74:65
von Timo Steffens - Deutzer TV

Schwacher Start vermiest DTV einen Auswärtserfolg.

Nach zuletzt zwei deutlichen Niederlagen gegen BG Hagen und Grevenbroich wittert der Deutzer TV im knapp 200 Kilometer entfernten Ibbenbüren die Chance auf eine Überraschung. Der Tabellenneunte hat vor der Partie lediglich einen Sieg mehr auf dem Konto und konnte in den beiden vorherigen Heimspielen jeweils nicht überzeugen. In der Startaufstellung rotiert Coach Kyriasoglou erneut, für Steffens, Ossey und Türkan, die gegen Grevenbroich in der Anfangsfünf standen, beginnen Warnecke, Verlemann und der wiedergenesene Julian Litera, gemeinsam  mit den Konstanten Boch und Pfeifer.

Der DTV startet schlecht in die Auswärtspartie bei den AOK Ballers Ibbenbüren. Auch wenn Philipp Pfeifer und Tommy Warnecke zunächst treffen und es nach drei Spielminuten 6:7 steht, lassen die Domstädter zahlreiche Chancen ungenutzt. Das nutzt der TVI für einen dreiminütigen 11:1-Lauf und eine erste Lücke klafft (7:18). Von den mageren 11 Punkten, die der DTV in den ersten zehn Spielminuten erzielt, gehen sieben auf das Konto von Topscorer Philipp Pfeifer, der den Abend mit 21 Punkten als Topscorer der Partie beendet. Doch es sind die Einzelaktionen, die zum Korberfolg führen, die zahlreichen Ballgewinne und daraus resultierende Schnellangriffe bleiben ungenutzt, sodass sich trotz eines Spiels auf Augenhöhe, auf dem Scoreboard ein deutlicher Vorsprung für die Gastgeber abzeichnet. Die Aufsteiger laufen so nach dem ersten Viertel bereits einem 11:24-Rückstand hinterher.

Im zweiten Viertel stehen die Kellerkinder stabil in der Defensive, kontrollieren das Brett und agieren in der Offensive effizienter als zuvor. Die Mannschaft attackiert weiterhin die Zone, erarbeitet sich ein Chancenplus und zwingt die AOK Ballers zu zahlreichen Fouls, die zu Freiwürfen führen. Diese verwandelt die Mannschaft effizient, lässt in der Defensive nur sechs Field Goals zu und robben sich zwischenzeitlich auf fünf - (27:32), bis zur Halbzeit wieder auf acht Punkte heran (39:31). DTV-Neuzugang Fabian Vermum kommt im zweiten Spielabschnitt zu seinen ersten Minuten im Deutz-Trikot. Nachdem er unter der Woche von einem mehrmonatigen Auslandsaufenthalt zurückgekehrt war, steht er in Ibbenbüren erstmals im Aufgebot der Kölner und erzielt prompt seine ersten Punkte. So sind die Kellerkinder vor dem Seitenwechsel wieder in Schlagdistanz und alles scheint möglich in der mit 682 Zuschauern proppenvollen Sporthalle Ost.

Doch auch in der zweiten Halbzeit bleibt die Trefferquote des DTV unterirdisch, auch wenn die zahlreichen zweiten Chancen immer wieder konsequent genutzt werden. Nachdem die Mannschaft von Coach K zwischenzeitlich wieder mit zwölf Punkten zurückliegt, kommt sie nach einem 6:0-Lauf von Boch, Türkan und Pfeifer erneut auf fünf Punkte heran (43:48) und liegt nach dem dritten Viertel, wie vor der Halbzeit mit acht Punkten in Rückstand (45:53).

Der Schlussabschnitt läuft zunächst nach Geschmack des DTV-Trainers. Mit 8:4 starten die Gäste ins letzte Viertel und sind acht Minuten vor Schluss auf vier Punkte dran (53:57). Doch letztlich sind es die Gastgeber, die am Ende den kühleren Kopf bewahren. Ein vierminütiger 11:3-Run (57:69) besiegelt zwei Minuten vor Schluss die schmerzliche Auswärtsniederlage für die Kölner. „Wie leider fast schon gewohnt in den letzten Wochen haben wir uns im ersten Viertel ein Loch gegraben, aus dem es dann auch mit großem Einsatz und Kampfgeist sehr schwer war, wieder herauszukommen. Als wir dann am Ende auf Tuchfühlung waren, haben wir zudem in der Offensive die nötige Cleverness vermissen lassen“, fasst Trainer Mario Kyriasoglou nach der Partie sichtlich enttäuscht zusammen.

In der kommenden Woche möchten die Kellerkinder dann den ersten Heimsieg einfahren. Dann wird die nur schwer ausrechenbare Mannschaft der Citybasket Recklinghausen zu Gast in der Kreuzgasse sein. Während sie sich gegen die ebenfalls um den Klassenerhalt kämpfenden Leverkusener sehr schwer taten und gegen Kamp-Lintfort sogar verloren, scheiterten sie am vergangenen Wochenende nur mit einem Punkt beim ungeschlagenen Tabellenführer aus Düsseldorf. Tip-Off am kommenden Samstag (03.11.) ist um 18:30 Uhr.

Für die Kellerkinder am Ball
Pfeifer (21), Steffens (9), Boch (8), Türkan (7), Wandel (6), Schulz (5), Warnecke (4), Ossey (4), Vermum (1), Litera, Verlemann

Punkte nach Vierteln
Viertel: 24:11, 2. Viertel: 15:20, 3. Viertel: 14:14, 4. Viertel 21:20 - Endergebnis: 74:65


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Citybasket Recklinghausen - ART Giants Düsseldorf 79:80
von Martin Karbe - Citybasket Recklinghausen

Hauchdünne Niederlage nach hartem Kampf.

Es hat nicht ganz gereicht! Zwar  waren Theo Turner und die Regionalliga-Korbjäger von Citybasket drauf und dran, dem bislang ungeschlagenen Tabellenführer ART Giants Düsseldorf die erste Saisonniederlage beizubringen, doch am Ende mussten sie sich unglücklich mit 79:80 (43:43)  geschlagen geben. Ein ausführlicher Bericht folgt.

Citybasket
Longoria 21/3, Gilberti, Barga 6, V. Bredeck , Bruns 13/2, Turner 15 / 7 Reb., Charfreitag, Letailleur 17/1, Spettmann 5, J. Bredeck 2, von Guionneau, Kaprolat


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BBG Herford - ACCENT BASKETS Salzkotten 61:58
von Lennart Hundertmark - BBG Herford

BBG Herford müht sich zum Derbysieg.

Mit Ertönen der Schlusssirene machte sich sichtbare Erleichterung in den Gesichtern der BBG-Spieler breit. Mit 61:58 (18-13, 17-10, 14-14, 12-21) konnte man das Ostwestfalen-Derby gegen die ACCENT BASKETS aus Salzkotten am Ende knapp über die Zeit retten.

Schon in der Anfangsphase wurde den Zuschauern in der Sporthalle des Friedrichs-Gymnasiums deutlich, dass die Begegnung des Tabellendritten aus Herford gegen die Tabellenzehnten aus Salzkotten kein Selbstläufer werden würde. Die BBG hatte zu Beginn sichtbare Probleme sich auf die Spielweise der Sälzer einzustellen, ging durch einen anfangs bei den Gästen blendend aufgelegten Dominik Wolf bereits nach zwei gespielten Minuten mit 3:9 in Rückstand. Nach und nach gelang es dem Team um Headcoach Christos Dictapanidis dann jedoch immer besser dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Mit einem Korbleger sorgte BBG-Center Jan Brinkmann für den 9:9-Ausgleich, ehe Vaidotas Volkus die Hausherren anderthalb Minuten vor Ende des ersten Viertels in Führung brachte. Der Knoten schien geplatzt und so erarbeiteten sich die Spieler aus der Werrestadt in der Folge eine komfortable 35:23-Halbzeitführung.

Ans Aufgeben verschwendete das Team aus Salzkotten jedoch keine Gedanken und blies, nach einem ausgeglichenen dritten, im entscheidenden letzten Viertel noch mal zum Angriff. Mit sich häufender Unkonzentriertheit im Spiel der BBG und immer größer werdenden Freiräumen auf Seiten der Sälzer, gelang es dem Team von Gäste-Trainer Stefan Schettke Punkt für Punkt aufzuholen und den komfortablen 12-Punkte-Rückstand zu eliminieren. Das Team aus Herford war mit den Gedanken wohl schon in der Dusche als Matthias Finke und Dominik Wolf das Spiel fünf Minuten vor dem Ende mit einem 11:2-Lauf wieder völlig offen gestalteten. 18 Sekunden vor dem Ende behielt BBG-Aufbauspieler Sam Cassell jedoch die Nerven und versenkte beide Freiwürfe zur 61:58-Führung seines Teams. Der anschließende Dreipunktwurf der Gäste verfehlte sein Ziel.

Unzufrieden mit diesem unnötig spannenden Verlauf aus Sicht der Heimmannschaft zeigte sich im Anschluss Co-Trainer Ewald Möhring: „Wirklich positiv am OWL-Derby war heute eigentlich nur das Endergebnis“. Besonders die Unkonzentriertheit seiner Mannschaft gefielen Möhring gar nicht: „Wir haben den Gästen zu viele Freiräume gelassen und sie dadurch immer besser ins Spiel kommen lassen“. Mit Blick auf die kommende Begegnung gegen Kamp-Lintfort versprach er aber: „Wir werden die Probleme analysieren und in der kommenden Woche beim Training abstellen, damit wir am kommenden Samstag in Kamp-Lintfort wieder zu unserem schnellen und direkten Spiel finden.“

In der Tabelle beißt sich die BBG Herford mit dem Sieg unter den Topteams der Liga fest, belegt derzeit Rang vier. Die Sälzer verpassen mit der fünften Niederlage im sechsten Spiel den Befreiungsschlag und rutschen von Rang zehn auf Rang zwölf ab.

Punktestatistik
BBG Herford: Volkus (17), Cassell (13), Brinkmann (13), Boger (7), Sentance (7), Yanduka (4)

Topwerfer Salzkotten
Finke (20), Wolf (16)


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BG Dorsten - BG Kamp-Lintfort 86:44
von Frank Fabek - BG Dorsten

Pflichtaufgabe erfüllt. BG Dorsten siegt souverän gegen Kamp-Lintfort.

Mit einem 86:44 besiegt das Team von Franjo Lukenda den Tabellenletzten und wird seiner Favoritenrolle gerecht. Der Sieg geriet zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Die BG legte los wie die Feuerwehr und gewann das 1.Viertel deutlich mit 21:8. Coach Franjo Lukenda konnte schon früh den jungen Spielern Einsatzzeit geben. Nach einem 22:11 ging es mit einer 43:19 Führung in die Halbzeitpause.

Der Pausentee schien den Dorstener nicht wirklich gut bekommen zu sein. Nach dem Seitenwechsel spielte das Team zunächst nachlässig und unkonzentriert. Mit einer lautstarken Auszeit rüttelte Lukenda jedoch das Team zum richtigen Zeitpunkt auf. Durch einen 18:0 Lauf setzten sich die Dorstener entscheidend ab. Die Messe war gelesen.

Mit dem 5. Sieg in Folge festigen die Dorstener den 2. Tabellenplatz und gehen mit breiter Brust in das nächste Spiel am Sonntag gegen Hagen-Haspe.

Trainer Franjo Lukenda: „Es ist schön auch mal völlig stressfrei ein Spiel zu gewinnen. Natürlich waren wir favorisiert aber gerade dann muss man das erstmal so entspannt über die Bühne bringen. Schön ist es natürlich, wenn alle Einsatzzeit bekommen und auch noch jeder scort. Das war jetzt der fünfte Sieg in Folge aber da wollen wir nicht stehenbleiben. Es gilt jetzt weiter zu arbeiten und am kommenden Wochenende den Sieg in Haspe zu holen.“

BG Dorsten vs. BG Kamp-Lintfort 86:44 (21:8,22:11,20:15,23:10)


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