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Die ART Giants Düsseldorf setzen sich in der 1. Regionalliga Herren langsam aber sicher ab. Am 7. Spieltag feierten die Düsseldorfer gegen Dortmund den 7. Sieg. Verfolger Dorsten kassierte in Haspe die zweite Saisonniederlage.

Das Team aus Hagen-Haspe bleibt in der 1. Regionalliga Herren unberechenbar. Am 7. Spieltag besiegten die Haspener die BG Dorsten, bis dato Tabellenzweiter, deutlich 100:72. Dorsten rutscht damit auf Platz 4 ab.

Neuer erster Verfolger der weiterhin ungeschlagenen Giants ist die BBG Herford, die beim Tabellenschlusslicht BG- Kamp-Lintfort einen 77:66 Auswärtssiegt einfuhr.

Im Spitzenspiel des Spieltages besiegte die BG Hagen die Löwen aus Herten 89:82 und belegt aktuell Rang 3.

Ausführliche Berichte zu den Partien finden Sie am Ende dieser News …

Das Foto zeigt Jan Brinkmann, Center der BBG Herford, umringt von der BG Kamp-Lintfort (Foto von Klaus Schütz, BBG Herford).


1.
Regionalliga Herren | 7. Spieltag | 02. - 04.11.2018
BG Hagen - Hertener Löwen 89:82
ACCENT BASKETS Salzkotten - SC Fast-Break Leverkusen 94:76
Deutzer TV - Citybasket Recklinghausen 66:79
ART Giants Düsseldorf - SVD 49 Dortmund 99:60
BSG Grevenbroich - AOK Ballers Ibbenbüren 92:76
BG Kamp-Lintfort – BBG Herford 66:77
SV Hagen-Haspe – BG Dorsten 100:72


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Deutzer TV - Citybasket Recklinghausen 66:79
von Martin Karbe - Citybasket Recklinghausen

Auswärtsserie hält auch in Deutz.

Die Auswärtsserie hat gehalten: Beim Aufsteiger Deutzer TV setzten sich Jonas Bredeck und die Regionalliga-Herren von Citybasket trotz einiger Schwächephasen am Ende sicher mit 79:66 (26:17, 19:16, 14:20, 20:13) durch.

Im Souterrain des Deutzer Gymnasiums empfingen die "Kellerkinder" das Team von Trainer Johannes Hülsmann über weite Strecken mit einer Zonenverteidigung, was sich jedoch zunächst nicht als problematisch herausstellen sollte. Von Beginn an behauptete Citybasket die Führung und zeigte streckenweise ansehnlichen Basketball. Doch wie schon in vergangenen Spielen monierte Coach Hülsmann, dass sich bei seiner Mannschaft im Angesicht eines einigermaßen komfortablen Polsters häufig die Tendenz zum Schlendrian breitmacht. So auch in Deutz, wo die Recklinghäuser zwar mit einer Zwölf-Punkte-Führung in die Pause gingen, diese aber bis zum Beginn des Schlussviertels fast komplett wieder einbüßten. Lediglich vier Zähler lagen in diesem Spielabschnitt noch zwichen ihnen und den Hausherren.

"Dann haben wir aber noch einmal eine starke Schlussphase gespielt, vor allem auch in der Verteidigung'", sah der Trainer die Führung nun wieder anwachsen. Am Ende setzten sich die Gäste gegen einen gut eingestellten Gegner doch noch mit zweistelligem Abstand durch und brachten damit ihr Punktekonto zurück in den positiven Bereich. Ein besonderes Lob hatte Hülsmann für seine Youngster parat, von denen besonders Jonas Bredeck mit 14 Punkten und acht Rebounds zu überzeugen wusste. "Er hat die Lücken in der Zone gut genutzt und auch stark gereboundet."

Nun brennt die Mannschaft darauf, endlich den ersehnten ersten Heimsieg der Saison einzufahren: Dies soll am besten direkt beim nächsten  Spiel am kommenden Samstag gegen die Elephants Grevenbroich geschehen.

Citybasket
Longoria 16/2, Gilberti, Barga 4 / 7 Ass., V. Bredeck, Bruns 14/2, Turner, 12 / 9 Reb., Charfreitag, Letailleur 10/1, Spettmann 4, J. Bredeck 14/1, von Guionneau 5, Kaprolat


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BG Kamp-Lintfort – BBG Herford 66:77
von Markus Plüm - BG Kamp-Lintfort

BGL schnuppert lange an der Überraschung.

Die Lintforter Regionalliga-Basketballer bieten der stark besetzten BBG Herford lange Paroli. Am Ende setzt sich aber die individuelle Klasse Gäste aus Ostwestfalen durch. Dennoch war es für die BGL ein Schritt nach vorne.

Mal wieder erhoben sich die Zuschauer nach dem Spiel von ihren Sitzen und spendeten den Spielern der BG Lintfort warmen und aufmunternden Applaus. Denn das, was die Akteure von Coach Tobias Liebke in den 40 Spielminuten zuvor abgeliefert haben, machte Mut für die anstehenden Aufgaben. Nichtsdestotrotz nahm wieder einmal der Gegner die Punkte aus der Glückauf-Halle mit. 77:66(37:34) hieß es am Ende für die BBG Herford.

Dabei hatten die Lintforter mutig und furchtlos begonnen und die Kontrahenten, die immerhin als Tabellenvierter an den Niederrhein gereist waren, zunächst einmal vor Probleme gestellt. Mit einigen erfolgreichen Distanzwürfen und cleverem Passspiel konnte sich die BGL in den ersten Minuten einen Vorsprung erarbeiten und spielte dazu auch noch ansehnlichen Basketball. Das Spiel der BBG Herford hingegen nahm nur so langsam wie eine Dampfschifffahrt an Tempo auf.

US-Import Sam Cassell jr. hielt sich in den ersten Minuten noch vornehm zurück, wurde in der Verteidigung aber auch an eine kurze Kette gelegt. Dafür brachte der Litauer Vaidotas Volkus unter dem Korb all seine Kraft und Körpermasse ins Spiel und setzte sich immer wieder robust durch. Dabei überschritt er aber zweimal die Grenze des Erlaubten, woraufhin er sich mit Foulproblemen schnell auf der Bank wiederfand. Die BGL nutzte die Gunst der Stunde und konnte sich bis zum Viertelende eine leichte Führung erspielen (23:16). Doch bereits im zweiten Viertel machte sich dann bemerkbar, warum der Gast aus Ostwestfalen mit nur einer Niederlage in die Saison gestartet war. Mit einigen Tempoverschärfungen und erfolgreichen Dreipunktwürfen kämpften sich die Herforder wieder heran, ohne dabei aber vollends zu überzeugen.

Die BGL spielte derweil am Limit ihrer Möglichkeiten, gab aber auch keinen Ball verloren und überzeugte die knapp 250 Zuschauer durch Leidenschaft und Einsatzbereitschaft. Entsprechend entwickelte sich kurz vor der Halbzeitpause ein ausgeglichenes Spiel, das den Gastgeber alle Möglichkeiten für den zweiten Abschnitt offen halten sollte.

Denn diesmal kam es auch nicht zum berühmt-berüchtigten dritten Viertel der BGL, die nach der Pause in den bisherigen Heimspielen immer sehr fahrig und unkonzentriert aufgetreten war. Zwar drehte Cassell jr. nun auf und sorgte quasi im Alleingang dafür, seine Farben etwas mehr in sichere Fahrwasser zu lenken. Doch die Lintforter gaben sich noch nicht geschlagen und versuchten alles, um in Reichweite zu bleiben. Und das gelang auch, gerade da Till Achtermeier und Michael Schmak nun immer wieder trafen. Vor dem Schlussabschnitt war ein Überraschungserfolg beim Stand von 49:56 daher immer noch in Reichweite.

Coach Liebke versuchte nun, tief in die Trickkiste zu greifen und stellte mehrfach die Verteidigung um. So ließ er die Gäste an der Dreipunktelinie komplett frei gewähren und setzte auf viele Fehlwürfe der Herforder. Diese Taktik ging zumindest in der Defensive auch auf, denn die BBG schien mehr als überrascht von dem Platz, der sich ihnen auf den Außenpositionen plötzlich bot. So landeten einige Distanzversuche nicht im Netz, sondern der Abpraller in den Händen der Lintforter. Einziges Manko: In dieser Phase fehlten Glück sowie die nötige Ruhe, um in der Offensive eigene Punkte daraus zu kreieren. So pendelte sich der Rückstand letztlich bei etwa zehn Punkten ein und konnte bis zum Ende auch nicht mehr reduziert werden.

Dennoch war Liebke hinterher zufrieden mit der Leistung seiner Spieler: „Wir sind zunächst einmal froh, dass wir nicht nur eine Halbzeit lang gut gespielt haben, sondern am Ball geblieben sind. Natürlich haben wir komplett am Limit agiert und waren hinterher nicht mehr in der Lage, noch etwas drauf zu legen. Aber diese Leistung sollte uns Mut für die kommenden Aufgaben machen. Denn letztlich fehlte gegen so ein stark besetztes Team wie Herford am Ende dann auch nicht viel.“

Punkte
Schmak (14), Ti. Achtermeier (13), Schild (9), Th. Achtermeier (8), Feige, Mellmann (beide 7), Krüger (5), Wittich (3)


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BG Kamp-Lintfort – BBG Herford 66:77
von Lennart Hundertmark - BBG Herford

Durchwachsene Leistung reicht zum Sieg.

Am 7. Spieltag der 1. Regionalliga West konnte die BBG Herford mit einem 77:66 (16-23, 21-11, 19:15, 21:17)-Erfolg gegen die BG Kamp-Lintfort den Kontakt zur Tabellenspitze wahren. Gegen den Tabellenletzten reichte auswärts eine, grade zu Beginn, sehr durchwachsene Leistung der Werrestädter.

Denn der Start missglückte den Herfordern komplett: Bereits nach fünf gespielten Minuten lief das Team aus Herford beim Stand von 6:16 überraschend einem zehn Punkte betragenden Rückstand hinterher. Die Mannschaft von Headcoach Chris Diktapanidis fand in der Folge jedoch deutlich besser ins Spiel, münzte den Rückstand bereits zur Halbzeit in eine knappe 37:34-Führung um und gab diese bis Schlusssirene nicht mehr aus der Hand.

Nicht wirklich zufrieden zeigte sich nach dem Spiel jedoch der Herforder Co-Trainer Ewald Möhring: „Das war ein Pflichtsieg, mehr nicht.“ Insbesondere das erste Viertel, welches mit 16:23 Punkten verloren ging, erzürnt Möhring: „Wir haben stellenweise gespielt wie mit angezogener Handbremse. Vom Tabellenschlusslicht dürfen wir uns keine 23 Punkte einschenken lassen“.

Mit Blick auf das nächste Heimspiel forderte er schon jetzt eine couragiertere Leistung seiner Schützlinge: „Am kommenden Wochenende gegen Hagen-Haspe können wir uns so einen Fehlstart nicht leisten, gegen einen Tabellennachbarn drehen wir so ein Ding nicht mehr“, so Möhring. Das Trainer-Team wird das Spiel in den kommenden Tagen analysieren und die Trainings-Schwerpunkte entsprechend setzen. Bester Werfer auf Seiten der BBG Herford war US-Boy Sam Cassell, welcher 18 Punkte zum Auswärtssieg beitragen konnte.

Punktestatistik
BBG Herford: Cassell (18), Volkus (14), Steffen (13), Brinkmann (10), Behrens (7), Sentance (6), Boger (4), Gronau (3), Svinger (2)
Topwerfer Kamp-Lintfort: Schmak (14), T. Achtermeier (13)


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SV Hagen-Haspe – BG Dorsten 100:72
von Frank Fabek - BG Dorsten

Blackout in Hagen-Haspe. BG Dorsten verliert deutlich.

Die Sporthallen in Hagen scheinen in dieser Saison kein gutes Pflaster für das Team von Franjo Lukenda zu sein. Nach der knappen Auftaktniederlage bei der BG Hagen endete die Serie von 5 Siegen in Folge beim SV 70 Hagen-Haspe. Selten erlebt man eine Mannschaft, bei der alle Spieler mit dem falschen Bein aufgestanden, und einen gebrauchten Tag erwischt haben.

Das Spiel begann noch recht positiv. Nach 7 Spielminuten konnte das Team von Franjo Lukenda mit 23:9 eine deutliche Führung herausspielen. Mit einer 21:27 Führung für die Dorstener endete das 1. Viertel. Im zweiten Viertel starteten die Gastgeber dann durch. Fehler der Dorstener und mangelndes Teamplay wurde von den Hagenern gnadenlos ausgenutzt und mit einer überirdischen Trefferquote bestraft. Ein 21:0 Lauf der Gastgeber brach zunächst die Moral der Dorstener. Durch ein 35:19 im zweiten Viertel drehten die Gastgeber einen -14 Rückstand nach 7 Minuten in eine +10 Punkte Führung nach 20 Minuten. Mit einem Rückstand von 46:56 ging Franjo Lukenda und sein Team bedient in die Kabine.

Vergeblich wartete man nach der Pause auf ein Aufbäumen der Dorstener. Die BG versuchte meist durch Einzelaktionen das Blatt zu wenden. Mit 19:16 ging auch das dritte Viertel an Hagen-Haspe. Franjo Lukenda versuchte im letzten Viertel durch taktische Umstellungen das Blatt zu wenden. Leider blieben diese Versuche erfolglos und die Gastgeber gewannen das letzte Viertel mit 25:10.

Der Sieg der Hagener war auch in dieser Höhe verdient, da das Team von Franjo Lukenda ihre Tugenden der letzten 5 Siege nicht auf den Platz bringen konnten. 7 Assists gegenüber 18 der Hagener in der Gesamtstatistik zeigen deutlich wer an diesem Tag besser als Team zusammen spielte. Zusätzlich wurde der Kampfgeist wurde durch einige sehr diskussionswürdige technische und unsportliche Foulpfiffe gebrochen.

Ein sichtlich bedienter Trainer Franjo Lukenda nach dem Spiel: „Das ein Lauf mal endet ist normal und zu erwarten aber nicht auf diese Art und Weise. Wir hatten einen guten Start in das Spiel, haben uns dann aber zu schnell aus dem Rhythmus bringen lassen. Da hat man dann leider zu häufig gesehen, dass uns noch die Abgeklärtheit und Routine fehlt, um entspannt unser Ding zu machen. Wir werden aber daran arbeiten und diese Fehler abstellen. Ich hoffe einfach, dass die Niederlage zum richtigen Zeitpunkt kam und wir kommenden Samstag vor heimisches Publikum die richtige Antwort zeigen.“

Für das Team heißt es nun in der kommenden Trainingswoche „Mund abwischen und nach vorne schauen. Lieber einmal mit 30 als dreimal mit 10 verlieren."

Am Samstag empfängt die BG Dorsten den noch ungeschlagenen Spitzenreiter aus Düsseldorf. Bei dem Duell Herz und Leidenschaft vs. Kommerz wird das Team von Franjo Lukenda wieder mit einem ganz anderen Gesicht in der Festung KIA Baumann Arena auflaufen.

SV Hagen-Haspe vs. BG Dorsten 100:72 (21:27,35:19,19:16,25:10)


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