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Fast hätten die ART Giants Düsseldorf gegen die BG Dorsten die zweite Saisonniederlage kassiert – am Ende entscheiden zwei 3er die Partie für den Tabellenführer. Die Hertener Löwen liegen nach dem Sieg in Salzkotten weiter auf Vizemeisterkurs.

Vor der Karnevalspause und bei noch fünf ausstehenden Ligaspielen sieht es nach dem 21. Spieltag der 1. Regionalliga Herren für drei Teams in der Abstiegszone langsam düster aus. Nach den Niederlagen für Kamp-Lintfort, Salzkotten und Dortmund auf den letzten drei Tabellenplätzen und den Siegen der direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt Leverkusen und Deutz, könnte es für das Trio eng werden. Noch ist rechnerisch alles möglich.

Das gilt auch für die Spitze. Allerdings können praktisch nur noch die Hertener Löwen die ART Giants Düsseldorf abfangen, die mit sechs Punkten Vorsprung vor den Löwen die Tabelle souverän anführen. Hagen und Herford haben bereits zehn Punkte Rückstand auf die Giants.

Ausführliche Berichte zu den Partien finden Sie am Ende dieser News …


1.
Regionalliga Herren | 21. Spieltag | 22. + 23.02.2019
BG Hagen - AOK Ballers Ibbenbüren 71:63
Deutzer TV - SVD 49 Dortmund 72:71
ACCENT BASKETS Salzkotten - Hertener Löwen 85:93
SV Hagen-Haspe - BBG Herford 79:89
ART Giants Düsseldorf - BG Dorsten 85:76
BSG Grevenbroich - Citybasket Recklinghausen 95:72
BG Kamp-Lintfort - SC Fast-Break Leverkusen 57:74


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SV Hagen-Haspe - BBG Herford 79:89
von Ewald Möhring - BBG Herford

Ihrer Favoritenrolle gerecht werden konnten die Erstregionalliga-Basketballer der BBG Herford am vergangenen Wochenende bei ihrem Gastspiel beim Neunten der Tabelle, dem SV Hagen-Haspe. Es entwickelte sich von der ersten Minute an ein Duell auf Augenhöhe, keinem der beiden Teams gelang es, sich entscheidend abzusetzen. Nach dem ersten Viertel hieß es 21:23, zur Halbzeit 46:47.

Leichte Vorteile der Hausherren im Rebound konnten die Werrestädter durch eine bessere Punkteausbeute wettmachen. In einem körperbetonten Spiel mit vielen Fouls bewies Herfords Center Jan Brinkmann einmal mehr seine Zielsicherheit von der Freiwurflinie: Er verwandelte in dieser Phase acht von neun der ihm zugesprochenen Freiwürfe.

Auch nach dem dritten Viertel änderte sich das Bild nicht: Mit einem Stand von 60:63 ging es in die Schlussphase. Hier gelangen der BBG mehrere Balleroberungen und sehenswerte Fast Breaks, die schnell zu einer zweistelligen Führung führten, die das Team dann bis zum Schlusspfiff klug verwaltete.

Die BBG festigte dadurch ihren vierten Tabellenplatz. Herfords Co-Trainer Ewald Möhring: „Mit dem Spiel sind wir durchaus zufrieden. Haspe ist ein schwierig zu spielendes Team, starke Mannschaften wie Dorsten und Grevenbroich sind hier schon unter die Räder gekommen. Entscheidend war das letzte Viertel, hier hat sich der gute Trainingszustand unserer Spieler bezahlt gemacht, während der Gegner hier doch deutlich abbaute“.

Das kommende Wochenende ist in der 1. Regionalliga spielfrei, weiter geht es für die BBG am Samstag, dem 9.3. um 19:30 Uhr in der Sporthalle des Friedrichs-Gymnasiums. Das Team von Trainer-Duo Chris Diktapanidis und Ewald Möhring empfängt dann den Tabellenführer, die ART Giants aus Düsseldorf.

In Haspe spielten: Sam Cassell (23 Punkte), Christoph Steffen (7), Karl Gronau (1), Philipp Svinger (1), Alan Boger (2), Elliott Sentance (16), Max Brackmann, Jan Brinkmann (22), Fynn Bunte, Vaidotas Volkus (17) und Francesco Yanduka.

Beste Scorer der Hagener: Daniel McGee (18), Oscar Luchterhand (12).


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ART Giants Düsseldorf - BG Dorsten 85:76
von Frank Fabek - BG Dorsten

Dorsten verkauft sich teuer. Großer Kampf wird nicht belohnt.

Nach Spielende ließen die Spieler der BG Dorsten die Köpfe hängen, zu nah war man dran dem Favoriten in eigener Halle ein Bein zu stellen. Am Ende gewinnen die Art Giants Düsseldorf mit 85:76 in einem Spiel, das keinen Sieger verdient hätte. Aber so ist Sport, und der Basketball im Besonderen.

Dorsten reiste mit schmalem Besteck in die Landeshauptstadt. René Penders stellte sich nach überstandener OP und nur einer kompletten Trainingseinheit zur Verfügung, doch an einen Einsatz war nur im äußersten Notfall zu denken. Zusätzlich fehlten Leo Hohmann und Andreas Altekruse.

Zu Beginn war es eine wilde Partie, in der die Dorstener gut in der Defense arbeiteten, aber sich im Gegenzug mit überhasteten Aktionen und Wurfpech nicht belohnten. Bereits nach 6 Minuten nahm Lukenda eine Auszeit und sortierte sein Team neu. Dies zeigte Wirkung und sein Team gewann das erste Viertel mit 18:16.

Im zweiten Viertel bliebt das Pech im Abschluss der BG Dorsten treu und Düsseldorf drehte das Spiel. Dorsten hielt mit Kampf dagegen aber musste das zweite Viertel dennoch mit 27:15 an Düsseldorf verloren geben. Mit einem 10 Punkte Rückstand beim Stand von 33:43 aus ihrer Sicht gingen die Dorstener in die Kabine. Lukenda wählte seine Worte in der Pause mit bedacht. Vor allem die mangelnde Dominanz beim Rebound und die zu hastig vorgetragenen Abschlüsse sprach der Coach an.

Im dritten Viertel zeigte sein Team, dass seine Worte gehör fanden. Dorsten verteidigte konsequenter und fischte immer mehr Rebounds unter dem eigenen Korb. In der Offense wurde geduldiger der freie Mann gesucht. Am Anfang des Viertels fand der Gastgeber noch eine Antwort, doch angeführt von dem wiedererstarktem Nderim Pelaj, Mike Nwabuzor und Geburtstagskind Lyuben Paskov kämpften sich die Dorstener immer mehr heran und gewannen das dritte Viertel mit 20:14. Der Stand von 57:53 für Düsseldorf versprach ein spannendes letztes Viertel.

Zunächst zog Düsseldorf davon, doch Dorsten holte wieder die Kämpfermentalität heraus. Als Mike Nwabuzor 7:47 Minuten vor dem Ende sein Team 62:61 in Führung warf, wackelte der Favorit bedenklich. Durch einen Wechselfehler gegen die Local Player Regelung bekam die Bank von Düsseldorf ein technisches Foul. 2.27 Minuten vor dem Ende stand es 70:70. Nach einer Auszeit zeigte sich dann aber die deutlich tiefere Bank der Düsseldorfer. De'Shaun Nigel Cooper, bis dato nicht als Schütze groß in Erscheinung getreten, traf innerhalb von 27 Sekunden mit 2 3ern tief in das Herz der Dorstener und zur 6 Punkte Führung. Willi Köhler und Co. versuchten das Spiel nochmal zu drehen, aber Düsseldorf spielte souverän zu Ende. Jeder der beiden Teams hätte das Spiel gewinnen können.

Für Dorsten heißt es jetzt : Kopf wieder hoch und mit Vollgas in die letzten 6 Spiele um nochmal eine Serie zu starten. Lukenda nach dem Spiel : „Selten war ich nach einer Niederlage so stolz auf die Jungs. Düsseldorf hat den athletischsten Kader der Liga und würde so sogar in der ProB eine gute Rolle spielen. Wir haben aber niemals aufgegeben, haben bis zum Schluss gekämpft und gezeigt, dass man durch Einsatz vieles kompensieren kann. Am Ende des Tages setzte sich einfach die Tiefe Düsseldorfs durch. Wir können auf jeden Fall erhobenen Hauptes aus dem Spiel gehen. Die Giants sind zwar rechnerisch noch nicht durch, aber ich denke man kann ihnen bereits jetzt zu Meisterschaft und Aufstieg gratulieren und viel Spaß in der ProB wünschen.“

Art Giants Düsseldorf vs. BG Dorsten 85:76 (16:18, 27:15, 14:20, 28:23)


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BSG Grevenbroich - Citybasket Recklinghausen 95:72
von Martin Karbe - Citybasket Recklinghausen

Großer Aufwand nicht belohnt.

Die Regionalliga-Herren von Citybasket investierten viel, konnten sich aber nicht mit Punkten belohnen. Bei den Grevenbroich Elephants unterlagen sie mit 72:95 (15:22, 14:28, 21:28, 22:17)  - auch weil die Hausherren einen Sahnetag erwischt hatten.

Aus der Personalnot heraus hatte die BSG reagiert - und Coach Simon Bennett wieder als Spieler reaktiviert, für den Manager Hartmut Oehmen das Coaching übernahm - offenbar mit großem Erfolg. "Grevenbroich war auf jeden Fall richtig heiß", stellte Citybasket-Coach Johannes Hülsmann fest. "Sie hatten eine unfassbare Dreierquote und auch die Spieler aus der zweiten Reihe haben ihre Punkte gemacht.  Diese Leistung war so nicht zu erwarten."

So gerieten die Recklinghäuser in einer temporeichen Partie schon bis zur Pause deutlich ins Hintertreffen, obwohl sie eigentlich gar kein schlechtes Spiel machten. "Wir haben in Angriff und Verteidigung viel Energie investiert und uns deshalb auch wenig vorzuwerfen", fasste der Coach zusammen. "Leider konnten wir uns für unseren großen Aufwand nicht entsprechend belohnen, da die Wurfquoten ein wenig zu wünschen übrig ließen."

Den stärksten Eindruck auf Recklinghäuser Seite hinterließen Theo Turner (Foto) und Till von Guionneau.

Citybasket
Longoria 18/1, 4 Ass., V. Bredeck 3, Bruns 10_/2, Turner 9, 11 Reb., Letailleur 9, Spettmann 4, Von Guionneau 15/2, Kaprolat 4


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BG Kamp-Lintfort - SC Fast-Break Leverkusen 57:74
von Markus Plüm - BG Kamp-Lintfort

BGL steht sich gegen Leverkusen selbst im Weg.

Nur phasenweise können die Lintforter Regionalliga-Basketballer gegen den Konkurrenten aus der Chemiestadt zeigen, was in ihnen steckt. Letztlich macht ein Spieler den Unterschied aus.

Die BG Lintfort hat am Samstagabend das personelle Defizit nicht ausgeglichen bekommen. Denn letztlich musste sich das Tabellenschlusslicht mit 57:74(32:41) gegen Fast-Break Leverkusen geschlagen geben. Und auch wenn die Partie die gesamte Zeit über enger schien als es das Endergebnis letztlich ausdrücke, viel der Sieg für die Gäste vom Rhein am Ende völlig verdient aus.

Denn die Leverkusener boten über die vollen 40 Minuten die reifere, abgezocktere und letztlich auch bessere Leistung. Von Beginn an war die BGL unter Druck, brachte in der Offensive keinen guten Angriff aufs Parkett. Die Gäste nutzten diesen Umstand aus, spielten ihren Stiefel in aller Seelenruhe herunter und konnten sich bereits nach fünf Minuten über eine sichere Führung freuen. Gerade in der Anfangsphase schienen die Gastgeber aus der Klosterstadt mit dem Kopf noch nicht richtig bei der Sache.

Und das, obwohl zumindest die Anzahl der Spieler an diesem Wochenende den Eindruck hätte vermitteln können, dass man nicht auf der letzten Rille lief. Janosch Feige fehlte zwar weiterhin gesperrt und wird dies auch noch am kommenden Wochenende tun, aber Paul Krüger durfte wieder mitwirken. Zudem spielten Eric Peltz und Jochen Durdel nach siegreichem Oberliga-Derby aus der zweiten Mannschaft mit, auch Michael Schmak war aus Bremen eigens angereist, um seine Farben zu unterstützen.

Doch letztlich waren es die Gastgeber, die deutlich cleverer und ruhiger agierten. Fastbreak’s Topspieler Marc Raß war während der gesamten Partie nicht in den Griff zu bekommen, nur kurz flammte das Können der BGL auf. Denn im zweiten Viertel nahm sich Thomas Achtermeier ein Herz und egalisierte den Vorsprung der Gäste nahezu im Alleingang. Innerhalb weniger Minuten konnten die Lintforter einen zweistelligen Rückstand in eine Führung verwandeln - aber nur kurz.

Die Leverkusener zogen alsbald das Tempo wieder an und gingen ihrerseits mit einer verdienten Führung in die Pause. Und auch nach dieser schien es so, als würde die BGL an diesem Abend zu keinem Zeitpunkt das richtige Mittel finden können. Zwar mühten sich die Gastgeber nach Kräften, doch Leverkusen hatte immer die passende Antwort parat. Entsprechend blank lagen die Nerven der BGL, die sich nun mehr mit den Schiedsrichtern als mit sich selbst beschäftigten. Die Gäste vom Rhein nahmen diese Geschenke natürlich mehr als dankbar an.

So ging es mit einem zweistelligen Rückstand ins Schlussviertel - und die BGL war nicht mehr in der Lage, die Situation zu ihren Gunsten zu drehen. „Letztlich muss man heute einfach konstatieren, dass wir nicht clever genug waren. Leverkusen hat davon profitiert, dass wir über 40 Minuten zu naiv gespielt haben. Spielerisch hätten wir durchaus mithalten können, aber wir haben uns zu lange nicht mit dem eigentlichen Sport beschäftigt. Daher geht die Niederlage auch komplett in Ordnung“, sagte Tobias Liebke nach der Partie.

Punkte
Ti. Achtermeier (21), Peltz (11), Th. Achtermeier (10), Schild (6), Krüger (5), Schmak (3), Illbruck (1)


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Wir bedanken uns bei allen Teams und Verantwortlichen für, die uns Spielberichte und Informationen zur Verfügung stellen.

Bildmaterial zur Verfügung gestellt von BG Dorsten. Dankeschön.