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Die 1. Regionalliga Herren ist aktuell ist bester Spiellaune. An diesem Wochenende stehen der 5. und 6. Spieltag im Terminkalender. Vier Partien fanden bereits gestern statt.

Die Gewinner des Feiertages kommen aus Ibbenbüren, Deutz, Herford und Recklinghausen. Die Kellerkinder des Deutzer TV landeten gegen die Münsterland Baskets aus Wulfen ihren ersten Saisonsieg.

Heute Abend greifen die beiden ungeschlagenen Tabellenführer in das Geschehen des 5. Spieltags ein. Die Hertener Löwen empfangen die Wohnbau Miners aus Essen, die RheinStars Köln reisen nach Haspe. Bereits am Sonntag treffen am 6. Spieltag der 1. Regionalliga Herren beide Teams in Köln direkt aufeinander.


1. Regionalliga Herren | 05. Spieltag | 03 + 04.10.2019

03.10.2019
bringiton Ballers Ibbenbüren - Dragons Rhöndorf 88:69
BSV Münsterland Baskets Wulfen - Deutzer TV 68:81

BBG Herford - BG Dorsten 92:80
Citybasket Recklinghausen - BG Hagen 75:71

04.10.2019
TSV Bayer 04 Leverkusen 2 - NEW Elephants Grevenbroich
Hertener Löwen - ETB Wohnbau Miners

SV Haspe 70 - RheinStars Köln


1. Regionalliga Herren | 06. Spieltag | 06.10.2019

BG Hagen - BSV Münsterland Baskets Wulfen
BG Dorsten - SV Haspe 70
ETB Wohnbau Miners - Citybasket Recklinghausen
Deutzer TV - TSV Bayer 04 Leverkusen 2
NEW Elephants Grevenbroich - bringiton Ballers Ibbenbüren
Dragons Rhöndorf - BBG Herford
RheinStars Köln - Hertener Löwen


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BSV Münsterland Baskets Wulfen - Deutzer TV 68:81
aus dem Newsletter des BSV Münsterland Baskets Wulfen

Blankes Entsetzen nach Traumstart.

Aufsteiger BSV Wulfen ist nach der ersten Heimpleite der Saison in den Tabellenkeller abgestürzt. Gegen den bis Donnerstag sieglosen Deutzer TV, der sein eigenes Team mit dem Titel „Kellerkinder“ tituliert und das auch auf den Trikots zeigt, versagten die Münsterland Baskets nach einem souveränen ersten Viertel (25:12) auf ganzer Linie. BSV-Trainer Gary Johnson war genauso geschockt wie rund 400 Zuschauer in der Gesamtschulhalle Wulfen. Mit 68:81 (33:37) verloren die Wölfe nicht nur das Match, sondern zwei ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf der Regionalliga-West. Mit den Playoff-Rängen hat der Aufsteiger aus dem Norden Dorstens in der Verfassung vom „Tag der deutschen Einheit“ rein gar nichts zu tun.

Vollkommen souverän steckte der BSV am Donnerstag einen schnellen 0:4-Rückstand weg, ging beim 8:6 durch seinen US-Amerikaner Bryant Allen erstmals in Führung (5.) und sorgte in den letzten zweieinhalb Minuten des ersten Viertels mit einem 11:0-Lauf für eine komfortable 25:12-Führung. Alles sollte den geplanten Lauf nehmen – doch auch in den Köpfen der 12 BSV-Akteure schien dieser Vorsprung einen Hebel umgelegt zu haben. Fortan brachte der BSV nur noch 50 bis 70 Prozent aufs Parkett – zu wenig um in dieser Liga ein Spiel zu gewinnen.

Elf Punkte in zweieinhalb Minuten – das war die Geschichte des ersten Viertels. Im gesamten zweiten Spielabschnitt gelangen den Wulfenern acht Pünktchen. Von den neun Zweier-Versuchen im zweiten Viertel traf Wulfen nur einen zum 27:18 (13.) durch Alexander Winck. Auch von neun Dreier-Versuchen fiel nur einer in die Deutzer Reuse, das 31:26 von Bryant Allen (17.). Mit sage und schreibe 8:25 gaben die Gastgeber das Viertel ab, gingen mit einem 33:37-Rückstand in die Pause.

Was alle Verantwortlichen als „Betriebsunfall“ werteten, war der Anfang des Wulfener Untergangs. Denn nach dem Seitenwechsel ging es genauso weiter. Diesmal schaffte Wulfen 9 Punkte in zehn Minuten, Deutz gewann Viertel drei nun sogar mit 28:9. Der Deutzer TV, der ohne Importspieler antrat und im ersten Viertel Christoph Kunel verletzt verlor, traf weiter aus allen Lagen. Auch der Rebound ging bis dahin an die Kölner. Das 42:65 auf der Anzeigetafel nach 30 Minuten versetzte in Wulfen Team, Trainer, Verantwortliche und Fans in einen Schockzustand.

Aus „Wir wollen Euch kämpfen sehen“ machten die Wulfener Fans in ihren Gesängen „Ihr macht Euch lächerlich“ – die Höchststrafe, die eine Mannschaft von den treuen Fans erhalten kann. Der hohe Rückstand hatte aber auch etwas Gutes: Die beiden erst 16-jährigen Matej Šilić und Felix Landwehr erhielten ihre ersten Minuten in der Regionalliga West. Šilić versenkte gleich seinen ersten Wurf als Dreier und war auch für das 57:71 (36.) verantwortlich. Kurze Zeit später kassierte US-Boy Bryant Allen sein 5. Foul, Alex Winck kam für ihn und markierte das 59:71. Vier Minuten waren da noch zu spielen – aber den letzten Wulfener Hoffnungskeim machte Deutz mit einem 6:0-Zwischenspurt zunichte.

Wulfen gewann zwar das Schlussviertel 26:16, zusammen mit dem ersten Viertel ein 51: 28. Aber Viertel zwei und drei gingen in Summe mit 17:53 an den Gast. Horror-Basketball des BSV, falsche Einstellung zu Spiel und Gegner – die Quittung ist der Sturz aus den Playoff-Rängen.

Trainer Gary Johnson entschuldigte nach der Pleite vom Donnerstag bei den BSV-Fans, strich den freien Trainingstag am Freitag und setzte auch für Samstag Sondertraining an.


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BBG Herford - BG Dorsten 92:80
von Frank Fabek (BG Dorsten)

Dorsten findet keine Mittel.
92:80 Niederlage in Herford.

Die weiteste Auswärtsfahrt und eines der schwersten Auswärtsspiele - das in Kombination kam am gestrigen Tag auf das Team der BG Dorsten zu. Doch die Mannschaft von Franjo Lukenda verkaufte sich trotz der 92:80 Niederlage ordentlich in Herford. Es war das Spiel des Herforders Derylton Hill. Gegen ihn fand Dorsten kein Mittel. Mit 44 Punkten und einer Effektivität von 43 drückte der US-Amerikaner dem Spiel seinen Stempel auf.

Dorsten kam gut in das Spiel und konnte sich zunächst auf 7:2 absetzten. Dann startete der Gastgeber einen 10-0 Lauf und drehte das Spiel zu seinen Gunsten. Dorsten hielt dagegen und musste dennoch mit 19:24 dem Gastgeber das erste Viertel überlassen. Im zweiten Viertel zog Herford mit 30:19 davon. Eine Auszeit von Coach Lukenda war nötig. Nach der Auszeit lief es besser und sein Team drehte mit einem 7-0 Lauf das Spiel und ging wiederum selbst mit 40:39 in Führung. Doch die Herforder Zemhoute mit wilden Dreiern und Hill stoppten den Dorstener Lauf und sorgten dafür, dass die Gastgeber zur Halbzeit mit 47:45 die Nase vorn hatten.

Dennoch herrschte Optimismus in der Dorstener Kabine. Gegen den Favoriten geht heute was, war der Tenor. Mit breiter Brust kam das Team aus der Kabine. Doch Viertel Nummer drei war ein Viertel zum sprichwörtlichen Vergessen. Es ging schief, was schief gehen konnte. Falsche Entscheidungen in Defense und Offense, mangelndes Wurfglück und ein immer heißer laufender Derylton Hill auf Seiten der Gastgeber sorgten dafür,dass Herford das Viertel mit 25:15 gewann.Wer jedoch glaubte der Dorstener Mannschaft wäre der Zahn gezogen, der kennt die BG Dorsten nicht. Koehler und Co. versuchten noch einmal alles, um das Blatt zu wenden. Doch die Gastgeber hatten immer eine Antwort und die hieß Derylton Hill. Zudem lief im letzten Viertel auch der Litauer Volkus zur Hochform auf. Am Ende wurde Herford seiner Favoritenrolle gerecht, aber die BG Dorsten hatte sich teuer verkauft.

Headcoach Franjo Lukenda zum Spiel: "Herford hat die wahrscheinlich stärkste erste Fünf der Liga. Das sieht man an der Punktverteilung und auch an den Minuten. Am Ende des Tages hat sich einfach die Erfahrung und Qualität von Herford durchgesetzt. Gerade mit der ersten Halbzeit bin ich sehr zufrieden. In der zweiten haben wir dann aber leider zu viele unnötige Ballverluste gehabt und einige, auch freie, Würfe danebengelegt. Es wäre mehr drin gewesen aber gegen so eine Mannschaft muss man 40 Minuten absolute Höchstleistung zeigen. Das ist uns leider nicht gelungen."

Gleich am Sonntag geht für die BG Dorsten bereits weiter. Um 16.00 Uhr empfängt das Team von Franjo Lukenda den SV 70 Haspe in der KIA Baumann Arena.


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Citybasket Recklinghausen - BG Hagen 75:71
von Martin Karbe (Citybasket Recklinghausen)

Comeback nach der Pause. Jetzt nach Essen.

Mit einem eindrucksvollen Comeback nach der Halbzeitpause drehten die Regionalliga-Korbjäger von Citybasket ein schon fast verloren geglaubtes Spiel gegen die BG Hagen und siegten am Ende knapp mit 75:71 (27:43). So geht es mit frischem Selbstvertrauen am Sonntag zum noch punktlosen Schlusslicht ETB Wohnbau Miners Essen: Sprungball ist um 16 Uhr in der Sporthalle Am Hallo.


Als die Anzeigetafel der Vestischen Arena zur Halbzeitpause das frustrierende Zwischenresultat von 27:43 abbildete, war die Stimmung auf der gut gefüllten Tribüne ebenso gedrückt wie auf der Recklinghäuser Spielerbank. So gut wie nichts war der Heimfünf in den ersten beiden Vierteln gelungen. Man tat sich schwer mit der variierenden Hagener Verteidigung, hatte eine miserable Trefferquote von den Außenpositionen und konnte vor allem auch den Kontrahenten kaum effektiv am Punkten hindern.

Sicher trafen die Gäste um Topscorer Sören Fritze aus der Distanz, scheinbar mühelos spazierten sie durch die Recklinghäuser Deckung zum Korbabschluss - es war einfach von vorn bis hinten der Wurm drin im Citybasket-Spiel - und nur die wenigsten Optimisten rechneten noch damit, dass man nach einem fast schon vorentscheidend anmutenden 16-Punkte-Pausenrückstand noch zurückkommen konnte.

Doch genau das geschah: Wie verwandelt kamen die Akteure von Coach Johannes Hülsmann aus der Kabine, verteidigten nun viel intensiver und effektiver und verzeichneten auch endlich einmal eine akzeptable Trefferquote. Antoine Myers kam nun auf Touren und versetzte der BG mit seinen Fastbreaks immer wieder schmerzhafte Nadelstiche, die auch seine Mitspieler zusätzlich motivierten. Bis zum dritten Viertel war der Rückstand auf 46:53 abgeschmolzen - und Citybasket witterte seine Siegchance. Punkt für Punkt schoben sich die Weißen an das Team von Trainer Kosta Filippou heran, das nun immer seltener Antworten fand. Neben Myers konnte auch Till von Guionneau zum offensiven Output Zweistelliges beitragen, außerdem rackerten Salman Manzur, Philipp Spettmann und Jonas Bredeck unter den Körben. Als dann noch Niklas Meesmann in der Schlussphase zwei eminent wichtige "Dreier" einstreute, waren das Momentum und die Führung endgültig aufseiten der Heimfünf.

Beim Stand von 74:71 versuchte Hagen noch, per Dreier in die Verlängerung zu gelangen, doch sowohl Daniel Zdravevski als auch Vytautas Nedzinskas scheiterten mit ihren Versuchen. So blieb nur noch das Foul an Till von Guionneau, der jedoch einen seiner zwei Freiwürfe versenkte und somit die endgültige Entscheidung herbeiführte. Nach diesem Comeback war der Jubel groß in den Recklinghäuser Reihen und sollte die Mannschaft nun in Essen einen Sieg nachlegen können, stände nach dem Fehlstart wieder eine ausgeglichene Bilanz zu Buche.


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SV Haspe 70 - RheinStars Köln
aus den RheinStars News


RheinStars vor richtungweisendem Wochenende in Regionalliga West.

Vor einem richtungweisenden Wochenende stehen die RheinStars. Bereits heute Abend gastiert der aktuelle Zweite der Basketball-Regionalliga West beim unbequem zu spielenden SV Haspe 70 (20.15 Uhr/ Rundsporthalle Haspe). Nicht einmal 48 Stunden später kommt es dann am Sonntag zum Duell mit Spitzenreiter Hertener Löwen (18 Uhr) in der ASV-Sporthalle. Mit weiteren Siegen können sich die Kölner im oberen Tabellenfeld etablieren.

„Wir gehen einen Schritt nach dem anderen. Bevor wir uns auf das Spiel mit Herten konzentrieren können, müssen wir erst in Haspe bestehen“, sagt Manager Stephan Baeck. „Wir haben unsere Probleme, aber bisher haben wir die immer lösen können. Wenn die Mannschaft wieder so geschlossen spielt und mit so viel Herz und Leidenschaft wie zuletzt, bin ich optimistisch. Setzen wir unseren Weg fort, können sich die Fans auf ein tolles Heimspiel freuen - denn die müssen wir unbedingt gewinnen."

Im ersten Duell mit einem Spitzenreiter hatten die RheinStars am vergangenen Wochenende die BBG Herford 40 Minuten lang dominiert. Gerade Kapitän Tibor Taras und Andre Mangold glänzten dabei als spektakuläre Taktgeber einer variablen Offense. Allerdings fahren die RheinStars als Favorit in den Hagener Ortsteil am Freitag. Die Hausherren sehen das Kräfteverhältnis vor dem Spiel am Freitag so: „Die 70er gehen als Außenseiter in das Spiel, wollen aber über eine geschlossene Mannschaftsleistung die Kölner so lange wie möglich ärgern und sich wie immer kämpferisch zeigen.“

Bislang gewannen die Hasper zweimal auswärts bei den Citybaskets Recklinghausen und den ETB Miners Essen, unterlagen in eigener Halle den Herten Löwen und im Lokalderby der BG Hagen. Getragen wird das Spiel von dem kanadischen Pointguard Jordan Rose (14,5 Punkte im Schnitt) und vom niederländischen Center Tyson Canseyo (13,3 Punkte/ 13,3 Rebounds). Bei den RheinStars verlief die Trainingswoche nach dem Erfolg über Herford konzentriert und ruhig. Vincent Golson, Gael Hulsen und Tim van der Velde arbeiteten an ihrer baldigen Rückkehr ins Team, der Trainerstab mit der Mannschaft an der Vorbereitung der nächsten Gegner.


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Für die Inhalte der Artikel sind die jeweils benannten Autoren oder Vereine verantwortlich. Die Inhalte der Artikel spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung des WBV wider.

Wir bedanken uns bei allen Teams und Verantwortlichen, die Spielberichte und Fotos zur Verfügung stellen.

Bildmaterial zur Verfügung gestellt vom BSV Münsterland Baskets Wulfen, Foto Nico Pal. Dankeschön.