Spielbetrieb

Nachdem in der vergangenen Woche mit dem BSV Wulfen (65:59 gegen die RE Baskets Schwelm) und NOMA Iserlohn (89:83 gegen den UBC Münster) schon die ersten zwei Erst-Regionalligisten das Halbfinale des WBV-Pokals buchten, zog nun mit dem BSG Grevenbroich der dritte Klub aus der vierthöchsten deutschen Spielklasse nach.

Die Elephants setzen sich beim Oberliga-Tabellenführer Deutzer TV mit 86:77 durch. Für den Grevenbroicher Manager Hartmut Oehmen ein enorm wichtiger Sieg: „Der Pokal ist die einzige Möglichkeit, diese Saison sportlich noch zu retten", meint Oehmen.

Mit den RheinStars Köln ist zudem noch ein Zweitregionalligist im Halbfinale vertreten. Die Kölner feierten einen deutlichen 82:50-Erfolg gegen die BG Biggesee. Dabei konnte die BG bis zur Halbzeit noch mithalten, ein 36:35 für die Kölner stand zur Pause auf der Anzeigetafel. Nach dem Seitenwechsel drehten die RheinStars um Johannes Strasser, der in der vergangenen Saison noch in der BBL bei den Artland Dragons auf dem Parkett stand, auf. Vor allem im letzten Viertel, das die Gastgeber mit 23:6 für sich entscheiden konnten, machte sich die individuelle Klasse der RheinStars bemerkbar.

Damit können sich die Kölner das Halbfinale schon mal als Vorbereitung für die kommende Saison nutzen: Denn das die RheinStars in die erste Regionalliga aufsteigen werden, daran zweifelt angesichts von inzwischen acht Punkten Vorsprung der Kölner in der Liga so lange keiner richtig mehr.

Bei den Damen ist der TV Grafenberg die Pokalsensation der Saison. Nach dem Achtefinalsieg gegen den TV Bensberg/TVHerkenrath hat der ungeschlagene Bezirksliga-Tabellenführer nun mit dem deutlichen 71:46-Sieg gegen den TV Hörde den nächsten Regionalligisten ausgeschaltet. „Ich bin unglaublich stolz auf meine Mannschaft. Das war eine Riesenleistung", lobte der Grafenberger Coach Manfred Schwarz. Die Partie ging für den Gastgeber schon überragend los: Flügelspielerin Daniela Brendel verwandelte in den ersten vier Minuten drei Dreier und impfte ihrer Mannschaft damit das nötige Selbstbewusstsein ein. Und so sollte es weiter gehen. Im gesamten ersten Viertel gelangen dem Gast aus Hörde nur magere sechs Punkte, selbst die ehemalige Bundesligaspielerin Pia Schiffer sammelte im gesamten Spielverlauf nur sechs Zähler. „Unser Sieg war eigentlich über die gesamte Spielzeit nicht gefährdet", kam Schwarz nach dem Spiel zu einem überraschenden Fazit. Endgültig klar machten seine Damen den Sieg dann im letzten Viertel, als die Frankebergerinnen mit einem 13:0-Lauf von 56:42 auf 69:42 davonzogen. Übrigens: Schwarz hatte den Sieg seiner Mannschaft schon vorher im Blut und sich frei genommen, um mit seinem Team ausgelassen feiern zu können.

Im Duell zwischen dem VSTV Wuppertal und dem TSV Hagen ist die Überraschung dagegen ausgeblieben. Der Regionalliga-Dritte aus Hagen setzte sich am Ende mit 78:56 durch. Schon qualifiziert hatten sich der Barmer und der Rhöndorfer TV, Spitzenreiter und Tabellenzweiter der Regionalliga. (maGro/mb)