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Viele seiner ehemaligen Weggefährten waren gekommen. Auf dem WBV-Verbandstag im Berufskolleg Schloss Neuhaus in Paderborn wurde Rüdiger Grund nach über fünf Jahrzehnten vor großer Kulisse als Spielleiter aller WBV-Ligen in einem Moment vieler Emotionen verabschiedet.

Verbandstaginternet032Rüdiger Grund selbst drohte zwischenzeitlich immer wieder die Stimme zu versagen und er hatte sichtlich mit seinen Emotionen und Rührung zu kämpfen. Zum Abschluss des Verbandstages erhoben sich die Vereins-Delegierten, die anwesenden WBV-Ehrenmitglieder, Ehrengäste und das gesamte Präsidium und mit Standing Ovation begleiteten sie Rüdiger Grund auf seinem Weg zum Podium, wo WBV-Präsident Uwe Plonka zur Laudatio ansetze. Über 50 Jahre war Grund der „Herr des Liga-Spielbetriebs“ gewesen, verwaltete alle 46 Seniorenligen alleine, hatte maßgeblichen Anteil an der DBB-Spielordnung und war aus dem WBV im Prinzip ein halbes Jahrhundert nicht wegzudenken. Für seine Verdienste, deren Umfang diese Berichterstattung sicherlich sprengen würde, war er bereits vielfach ausgezeichnet worden, hatte goldene und silberne Ehrennadeln vom WBV und DBB erhalten und zählt nun auch schon seit einigen Jahren zum verdienten Kreis der WBV-Ehrenmitglieder. Keine Ehrung, Verbandstaginternet013Verbandstaginternet014Verbandstaginternet015die Grund nicht schon erhalten hatte und doch „zauberte“ WBV-Chef Plonka noch eine Auszeichnung aus dem Hut, die den Dank der WBV-Familie nicht besser widerspiegeln konnte: Er ernannte Rüdiger Grund unter dem Beifall der Anwesenden, die zum großen Teil immer noch standen, zum Ehren-Spielleiter des WBV. Damit hatte es Rüdiger Grund, der wie gewohnt nicht so gerne im Rampenlicht stand, aber noch nicht „überstanden“. DBB-Generalsekretär Wolfgang Brenscheidt hob anschließend seine Verdienste auf Bundesebne hervor, erinnerte gerne an gemeinsame WBV-Zeiten und lud Grund samt Famile zu einem Herren-Länderspiel ein. Und auch sein „Vorgesetzter“ Lothar Drewniok, WBV-Vizepräsident Spielbetrieb und Sportorganisation, ließ es sich nicht nehmen, Grund gebührend zu verabschieden und brachte das WBV-Urgestein mit seinenVerbandstaginternet021Verbandstaginternet009 Verbandstaginternet018Schlussworten fast um die Fassung: „Es war mir eine Ehre mit Dir zusammen zu arbeiten, Rüdiger.“ Was Drewniok nicht gelang, war dann seinem langjährigen Weggefährte Günter Kurt, WBV-Ehrenmitglied und ehemaliges Vorstandsmitglied (Presse), vorbehalten, als er an das Mikrofon trat und noch einmal in seinem Verbandstaginternet022Verbandstaginternet027Verbandstaginternet029unnachahmlichen Ruhrpott-Slang die Vergangenheit von der „Dortmund-Mafia“ und anderen Anekdoten aufleben ließ. Sichtlich gerührt nahm Grund den Applaus des Plenums entgegen. Erleichtert widmete er sich anschließend, so wie er jahrelang auch das eine oder andere Problem im Dienste des WBV angegangen war, den zahlreichen Gratulanten, zu denen nicht zuletzt die WBV-Ehrenmitglieder Walter Breuer, Manfred Pelzer, Gerda Hogt, Herbert Kemna, Hartwig Hüllen und Michael Rosenthal sowie der Ehrenvorsitzende Dr. Hansjörg Döpp zählten, in persönlichen Gesprächen. Dabei wurde mit Sicherheit in so mancher, nicht überlieferten, Erinnerung geschwelgt. (mG)

 

 

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