Verband

Der Westdeutsche Basketball-Verband hat eine neue Landestrainerin. Centa Herrmann verstärkt seit dem 01. Mai 2019 als Landestrainerin für den weiblichen Nachwuchsleistungssport das Team des WBV. Die 25-jährige wohnt in Köln, hat Mathematik und Sport studiert und besitzt die Trainer-B-Lizenz.

Centa, herzlich willkommen im WBV, auch wenn du ja eigentlich schon länger dazugehörst. Woher könnte dich der eine oder andere kennen?

Vielen Dank! Als Trainerin bin ich nun seit 2017 für den WBV aktiv, in diesem Jahr habe ich als Assistenztrainerin an der Seite von Mike Kasch den 2005er Mädchen-Kader übernommen. Seit Anfang dieses Jahres war ich dann zusätzlich im Regionalstützpunkt Niederrhein/Westliches Ruhrgebiet tätig. Darüber hinaus ist der WBV stets mein Heimatverband gewesen, sowohl als Spielerin in der Jugend und im Seniorenbereich, als auch als Trainerin – der eine oder andere wird also schon mit mir oder auch gegen mich gespielt, gecoacht oder gepfiffen haben.

Seit dem 01. Mai 2019 bist du jetzt offiziell Landestrainerin des WBV. Wie fühlt es sich an?

Sehr gut! Für mich war der Entscheidungsprozess für die Bewerbung auf die Stelle der Landestrainerin kein einfacher, deshalb bin ich jetzt umso glücklicher, dass sich der WBV für mich entschieden hat und dass ich jetzt loslegen kann.

Welche Aufgaben stehen für dich als Landestrainerin auf dem Programm?

Zunächst ist meine Stelle ja auf den weiblichen Bereich ausgerichtet, weshalb ich hier vorrangig tätig sein werde. Die Aufgaben einer Landestrainerin sind breit gefächert. Als Aufgabenschwerpunkte sind die Talentsichtung und -förderung, in Form der Organisation und Durchführung von Lehrgangs- und Stützpunktmaßnahmen, zu nennen – aber auch die Zusammenarbeit mit internen und externen Leistungssportorganisationen, die Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Vereinen, Mitarbeiterführung und die Mitarbeit in der Trainer-Aus- und -fortbildung.

Welches Ziel verfolgst du persönlich als Landestrainerin? Was ist dir wichtig als Basketballtrainerin?

Ich möchte vor allem nachhaltige Begeisterung schaffen. Begeisterung für den Basketballsport im Allgemeinen und besonders für den weiblichen Basketballsport – und zwar nicht nur bei den Spielerinnen selbst, sondern auch bei Trainerinnen und Trainern, Vereinen und allen weiteren Beteiligten. Mir ist sehr daran gelegen, unsere schöne Sportart gerade im weiblichen Bereich populärer zu machen, da ich selbst auch abseits des Feldes sehr viel durch Basketball gelernt habe, was ich gerne weitergeben möchte. Als Trainerin ist es mir wichtig, mehr als nur Technik und Taktik zu vermitteln. Mein Wunsch ist es, die Spielerinnen und Spieler auf ihren individuellen Wegen, bestmöglich in ihren Zielen zu begleiten und zu unterstützen.

Wie hat dich das WBV Team aufgenommen, insbesondere deine beiden Kollegen Mike Kasch und Razvan Munteanu?

Sehr herzlich. Da ich ja nicht erst seit dem 01. Mai im WBV unterwegs bin, hatte ich schon vorher guten Kontakt zu beiden. Insbesondere Mike begleitet mich indirekt schon sehr lange, da er der Kadertrainer meiner älteren Schwester war und wir uns dadurch schon seit circa 13 Jahren kennen. Ich schätze Mike und Razvan sehr als Menschen, aber auch ihre Arbeitsweisen und freue mich auf die Zusammenarbeit. Auch die Mitarbeiter der Geschäftsstelle und das Präsidium haben mich herzlich aufgenommen und mir einen guten Start ermöglicht.

Für alle, die dich nicht kennen, wie ist deine Karriere als Spielerin und Trainerin bislang verlaufen?

Ich habe mit etwa neun Jahren angefangen bei den RheinStars in Köln Basketball zu spielen und bin dem Verein auch bis auf einen einjährigen Auslandsaufenthalt meine komplette Jugend treu geblieben – und war auch Teil des 93er WBV Kaders. Auch im Seniorenbereich habe ich die ersten Damen der RheinStars unterstützt. Zu Beginn meines Studiums habe ich mehr oder weniger spontan entschieden, ein Jugendteam als Coach zu übernehmen. Hier entdeckte ich dann auch meine neue Leidenschaft im Coaching. Vor zwei Jahren habe ich dann eine neue Herausforderung angenommen und einen neu gegründeten Verein in Düsseldorf, die Capitol Bascats, beim Aufbau unterstützt, der sich als Aufgabe gesetzt hat, den weiblichen Basketball voranzutreiben.

… dann wünschen wir dir viel Erfolg als Landestrainerin des WBV. Was wünschst du dir?

Mir persönlich wünsche ich vor allem viel Spaß auf dem neuen Weg und dass ich meinen Erwartungen an mich selbst sowie denen des Verbandes gerecht werden kann. Den Erfolg wünsche ich anderen, die ich hoffentlich auf ihrem Weg begleiten kann.


Uwe J. Plonka, Präsident des WBV, zur neuen Landestrainerin Centa Herrmann ...
„Wir wollten einen dritten Landestrainer und wir wollten eine Frau – beides ist uns gelungen. Und mit Centa haben wir eine junge weibliche Trainerin verpflichtet, die aus unserer Sicht die besten Voraussetzungen hat, den Mädchen- und Frauenbasketball im WBV entscheidend mit nach vorne zu bringen.“