Verband

Der Präsident des Westdeutschen Basketball-Verbands Uwe J. Plonka hat gemeinsam mit seinen Präsidiumskollegen in seiner ersten Amtszeit eine unglaubliche To-do-Liste abgearbeitet. Doch das Ende der Liste ist noch nicht erreicht. Aus diesem Grund kandidiert Plonka auf dem Verbandstag am 8. Juli 2018 in Münster für eine zweite Amtszeit.

Herr Plonka, wie viele Aufgaben standen zu Beginn Ihrer Amtszeit auf der To-do-Liste?
Wenn ich mir die Agenda anschaue, dann waren das mal so gefühlt 100, die ich aufgeschrieben habe. So 70 bis 75 Prozent der Dinge sind schon umgesetzt worden. Ich finde, wir haben schon eine Menge geschafft.

… schwingt da ein leiser unzufriedener Unterton mit?
Ja, wir sind noch nicht am Ende und deswegen habe ich mich auch entschlossen zu sagen, was ich anfange, möchte ich auch zu Ende bringen – und deshalb kandidiere ich für eine zweite Amtszeit.

Welche Themen bildeten die Schwerpunkte Ihrer Arbeit in den vergangenen drei Jahren als Präsident des WBV?
Eines der wichtigsten Themen, auch wenn es sich für viele unsichtbar im Hintergrund abgespielt hat, war die Strukturdigitalisierung mit einer autarken Serverarchitektur inklusive des Datenschutzes, das so weit safe zu machen für den Verband, das ist uns gelungen … und das ganze Thema Buchhaltung und Zahlungsverkehr, auch da haben wir den Verband ein Stück weit finanziell entlasten können, indem wir einen Teil selbst in der Geschäftsstelle erledigen. Wir arbeiten mit dem DATEV-System fast papierlos – auch das ist nicht in allen Landesverbänden selbstverständlich.

Sie sind angetreten, den Nachwuchsleistung im WBV zu verbessern.
Mein Ziel war es, die personelle Situation im Trainerwesen mit der Einstellung eines zweiten Landestrainers zu stabilisieren und die öffentliche Hand zu überzeugen, die erforderlichen Zuschüsse zu bewilligen. Auch das ist gelungen – unser Verband hat ein gutes Konzept für den Nachwuchsleistungssport. Besonders freut mich, dass der befristete Arbeitsvertrag unseres zweiten Landestrainers jetzt in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis umgewandelt worden ist und die Kontinuität erhalten bleibt. Insgesamt ist hier viel passiert, mit den neuen Partnerstandorten werden die Talente noch besser gefördert und das sehr gezielt. Leider reichen die Petrsonalkapazitäten nicht aus und wir werden uns um eine dritte Landestrainerstelle, sowie einem Sportkoordinator bemühen. Dazu benötigen wir aber zusätzliche Mittel vom LSB. Eine große Herausforderung!

Welche Bereiche haben sich unter Ihrer Führung verbessert?
Das ganze Thema Bildung sicherlich. Wir bilden sehr viel mehr Trainer aus, wir bieten viel mehr Module an. Das ist ein Bereich, den wir sehr gut nach vorne gebracht haben. Hier leistet der Vizepräsident Bildung und sein Team gute Arbeit. Nicht zu vergessen die Gesamtdarstellung des WBV. Wir sind präsenter, gehen mehr auf die Vereine zu (was noch mehr passieren muss) und sind insgesamt als Verband transparenter geworden. Aber auch die Sponsorenvereinbarungen In Geld und Sachleistungen konnten wir verbessern.

Spielt hier auch die Öffentlichkeitsarbeit eine Rolle?
Hier haben wir uns neu aufgestellt. Die Berichterstattung über unsere Premiumprodukte 1. Regionalliga Herren und Regionalliga Damen ist viel umfassender und besser geworden. Insbesondere die Damen der Regionalliga haben jetzt einen festen Platz in der Berichterstattung des WBV. Als aktiver Basketballer und zusätzlich Vereinsvorstand und meinen vielen Besuchen vor Ort und guten Kontakten zu den Pressevertretern leiste ich mit Sicherheit auch einen Beitrag zur öffentlichen Wahrnehmung des WBV. Durch die Verbesserung in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sind wir viel transparenter geworden.

Was steht aktuell auf der Agenda?
Unter dem Slogan "The future together now" machen wir uns fit für die Zukunft im Basketball. Unsere Regionalkonferenzen, die wir im Jahr 2016 begonnen haben, sind wichtige Impulsgeber und in genau diesem Prozess befinden wir uns aktuell. Viele gute Ideen werden wir in diesem Jahr schon umsetzten. Wir verändern den Spielbetrieb im Damenbereich, unser Vizepräsident für Spielbetrieb und Sportorganisation Lothar Drewniok hat dazu für die Regionalkonferenzen ein gutes onzept erarbeitet. Jeder Kreisligaverein Damen kann sich künftig auf einen Bezirksligaplatz bewerben. Also das ist sicherlich ein ganz großer Schrittf hin zu einem attraktiven Spielbetrieb. Aber auch das Schiedsrichterwesen ist ein richtes Brett. Gehen uns viel zu viel Schiedsrichter verloren. Auch hier müssen wir besser werden und das neue E-Learningmodul für Anfänger des DBB sollte uns helfen.

Die kurz- und langfristigen Aufgaben und Ziele des Westdeutschen Basketball-Verbands lesen Sie im dritten Teil des Interviews mit Präsident Uwe J. Plonka in Kürze hier auf der Website des Westdeutschen Basketball-Verbands.


Interviewserie mit WBV-Präsident Uwe J. Plonka
im Vorfeld des Verbandstags am 8. Juli 2018 in Münster

Teil 1: Zweite Amtszeit: Präsident Uwe J. Plonka steht bereit

Teil 2: Präsidentenjob: 75 von 100 Aufgaben erledigt