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Als der DBB, durch den Wegfall des Sponsors, 2017 das Projekt „Talente mit Perspektive“ nicht wie in den Vorjahren weiterführen konnte, machten sich die Landesverbände in Zusammenarbeit mit dem DBB Gedanken, wie dieser erste wichtige Schritt in der Sichtung und Förderung auf Bundesebene weitergeführt werden könnte.

Leider fanden deshalb 2018 keine Maßnahmen für die Jahrgänge 2004 Mädchen und 2005 Jungen statt. Eine Arbeitsgruppe erarbeite ein Rahmenpapier, welches dazu führte, dass es 2019 wieder Maßnahmen, diesmal unter dem Titel „Perspektiven für Talente“, durchgeführt werden. Die Finanzierung erfolgt komplett über die LV und den DBB. Das Jungenvorturnier im Norden (Jg. 2006) unter WBV-Beteiligung (Bericht auf der WBV-Homepage) fand schon im Januar statt. Ebenso das Vorturnier der Mädchen (Jg. 2005) für den Süden.

Am vergangenen Wochenende ging es dann für 14 Spielerinnen des WBVs zum zweiten Vorturnier (Nord) nach Osnabrück. Erst am Wochenende zuvor waren die Spielerinnen durch Landestrainer und Headcoach Mike Kasch und seine Assistentin Centa Herrmann nominiert worden. Den WBV vertraten Charlotte Behr, Kristina Kahlbaum (beide VfL AstroStars Bochum), Johanna Bielefeld, Adna Halilbasic, Hannah Krenz, Camelina Steinhoff (alle Citybasket Recklinghausen), Sarah Cissé (Dragons Rhöndorf), Alexa Hans (BG Bonn 92), Ylva Hering (ASC 09 Dortmund/TSV Hagen 1860), Amelie Kehrenberg (Barmer TV/CB Recklinghausen), Lara Langermann (TSV Hagen 1860/Boele Kabel), Jette Rath (Ruhrpott Baskets Herne/AstroStars Bochum), Melina Reich (Herner TC), Ricarda Schott (SC Bayer 05 Uerdingen/ART Giants Düsseldorf).

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Nach einer relativ entspannten Anreise und dem Check In im Hotel ging es dann am Nachmittag in die Schloßwallhalle, um sich beim ersten Spiel des Turniers von den kommenden Gegnerinnen aus Hamburg und Berlin ein Bild zu machen. Danach hieß es Konzentration aufbauen, ein gutes Warm Up durchführen und um dann im Spiel gegen das Team aus Niedersachsen und Bremen zu zeigen, was man zusammen im vergangenen Jahr schon erarbeitet hat. Mit zwei konstanten Halbzeiten (jeweils 29-17) stand am Ende ein ungefährdeter 58-34 Sieg auf der Anzeigetafel. Alle Spielerinnen erhielten ausreichend Einsatzzeit, um im Turnier anzukommen. Nach dem Cool Down und dem gemeinsamen Abendessen in der Halle ging es zurück ins Hotel.

Am Samstagmorgen war das Team aus der Hauptstadt der Gegner. Nach 0-6-Start (2. Minute) drehten die WBV-Talente in den folgenden 12 Minuten das Spiel (17-7) und ging mit 17-11 in die Halbzeit. In den ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit brannte das WBV-Team wieder einen 10-0 Lauf ab, bevor die Berlinerinnen, auch bedingt durch viele Wechsel auf Seiten des WBVs, wieder etwas besser ins Spiel kamen (29-13, 33-19). Am Ende wurde es, nach einem 9-0-Lauf der Berlinerinnen, bedingt durch viele einfache Fehler der Spielerinnen aus NRW, noch einmal eng. Trotzdem war der 33-28 Sieg deutlicher als die Zahlen es ausdrücken.

Das letzte Spiel am Samstagnachmittag war dann das gegen die Spielerinnen aus Hamburg. Diese hatten vorher schon gezeigt, dass es nicht einfach werden würde, da sie über zwei, drei sehr talentierte Spielerinnen und einen top eingespielten Kader (trainieren mind. einmal wöchentlich zusammen!) verfügen. Bis zur 8. Minute konnte sich kein Team absetzen (13-14), dann übernahmen aber die WBVlerinnen das Kommando und gingen mit 35-24 in Führung. In der zweiten Halbzeit wurde die Führung dann kontinuierlich, egal welche Line Up auf dem Feld stand, bis zum 67-44 Endstand ausgebaut. Damit war klar, dass es am Sonntagmittag zu einem Rematch gegen das Team aus Niedersachsen/Bremen im Finale kommen würde.

Der Ablauf des Abends und des nächsten Morgens war nahezu identisch mit dem an den Vortagen. Nachdem sich die Berlinerinnen im Spiel um Platz 3 gegen die Hamburgerinnen mit einem 42-40 Sieg für die Vorrundenniederlage revanchiert hatten, ging es um 12.00 Uhr um den Turniersieg. Ein Spiel der Läufe sollte diesmal für mehr Spannung als am Freitag sorgen. Mit 20-8 (8. Minute) gingen die WBVlerinnen in Führung. Dann verlor das Team durch mehrere Wechsel den Rhythmus und musste die Spielerinnen aus dem Norden bis auf 24-22 herankommen lassen. In den ersten zwei Minuten nach der Halbzeit sah es so aus, als ob die WBV-Talente wieder das Kommando übernehmen würden, doch drei Minuten später führten die Niedersächsinnen sogar nach einem Dreier mit 29-28. Headcoach Mike Kasch wechselte und mit einem 10-2 Lauf setzten sich die WBVlerinnen wieder ab (38-30). Die letzten fünf Minuten wurden dann sehr souverän gestaltet, so dass am Ende der 52-40 Sieg und damit der 1. Platz feststand!

Das Team feierte den Sieg ausgelassen auf dem Feld, bevor es zur Nominierung der Spielerinnen für die Finalmaßnahme im April in Heidelberg kam. Es hatte sich schon über die drei Tage angedeutet und wurde dann auch mit der Nominierung von sieben Spielerinnen bestätigt: „Der WBV hatte die richtigen Spielerinnen vor Ort!“

Und nicht nur die sieben (von zwanzig insgesamt!) Nominierten (Charlotte Behr, Johanna Bielefeld, Adna Halilbasic, Sarah Cissé, Alexa Hans, Amelie Kehrenberg, Ricarda Schott) dürfen sich freuen, sondern auch die anderen sieben, ohne die dieser Erfolg nicht möglich gewesen wäre!

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Unterstützt wurde das Team durch Louisa Kaprolat (ehemals WBV-BFDlerin und Trainerin im weiblichen Jugendnachwuchsleistungsbasketball), die zwar während der Spiele am Anschreibetisch, aber ansonsten immer nah beim Team war. Sie wurde in alle Vor- und Nachbereitungen eingebunden, ihre Eindrücke aus einer anderen Perspektive fanden beim Staff immer ein offenes Ohr!

Des Weiteren war mit Teodora Cacanovic (Düsseldorf) eine junge Nachwuchsschiedsrichterin in Osnabrück dabei, die die Gelegenheit bekam, sich auf diesem Level neue Eindrücke zu verschaffen und das ein oder anderen dazu zu lernen. Ihr Statement am Sonntagabend: „Ich fand die drei Tage in Osnabrück sehr vielseitig. Ich konnte nicht nur einen Einblick in ein tolles Team erhalten, sondern auch als Schiedsrichterin viele positive Erfahrungen sammeln. Ich fand es besonders schön mit anzusehen, mit welch’ positivem Klima alle zusammengearbeitet haben und so das Team auch als ungeschlagener Sieger heimkehren durfte.

Ich danke dem Team sehr für so schöne Momente und auch dafür, dass ich viele interessante Persönlichkeiten kennenlernen durfte. Das Wochenende hat sich mehr als gelohnt und ich wünsche allen Spielerinnen und dem Staff alles Gute und weiterhin viel Erfolg!“

Unter folgendem Link gibt es noch mehr Informationen und Fotos: https://bbc-osnabrueck.de/events/pft-2019/

 

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