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Die Capitol Bascats Düsseldorf scheinen auf dem Weg zum Meistertitel in der Regionalliga Damen kaum noch aufzuhalten zu sein. Im Spitzenspiel in Opladen siegte das Team von Coach Omar Collington 75:66.

Damit haben die Landeshauptstädterinnen nach Bochum auch den zweiten Verfolger geschlagen und führen die Tabelle jetzt mit 4 Punkten Vorsprung an. Die AstroLadies feierten einen deutlichen 75:48 Auswärtssieg in Oberhausen und liegen jetzt punktgleich vor dem BBZ Opladen auf Rang 2.

Der TSV Hagen bleibt hartnäckig an den drei Top-Teams dran: Nach dem 58:53 gegen Bielefeld liegt Hagen auf Platz 4 nur zwei Punkte hinter Bochum und Opladen. Am kommenden Wochenende muss der TSV Hagen allerdings zum Tabellenführer nach Düsseldorf.


Regionalliga Damen | 14. Spieltag | 01. + 02.02.2020

01.02.2020
Citybasket Recklinghausen - DJK Frankenberg 62:74

TSV Hagen - TSVE Bielefeld 58:53
NB Oberhausen - VfL AstroStars Bochum 48:75
RheinStars Köln - Barmer TV
Herner TC 2 - Dragons Rhöndorf 67:59

02.02.2020
BBZ Opladen 2 - Capitol Bascats Düsseldorf 66:75


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Citybasket Recklinghausen - DJK Frankenberg 62:74
von Martin Karbe (Citybasket Recklinghausen)


Frankenbergs Zone bringt Bejtic-Fünf aus dem Rhythmus.

So war es nicht geplant: Vor allem aufgrund einer schwachen zweiten Halbzeit mussten sich Citybaskets Regionalliga-Damen der DJK Frankenberg aus Aachen mit 62:74 geschlagen geben.

Zunächst jedoch war alles noch im grünen Bereich in der Vestischen Arena: Auch ohne die auf Schulfahrt befindliche Centerin Amelie Kröner lieferten die Gastgeberinnen zwar keine überragende, aber immerhin eine ordentliche erste Halbzeit ab, die ihnen zum Seitenwechsel eine Drei-Punkte-Führung bescherte.

„Dann hat Frankenberg angefangen, Zonenverteidigung zu spielen – und damit sind wir nicht klargekommen“, erinnert sich Bejtic an das schwache dritte Viertel. Doch die taktische Umstellung des Gegners war nicht der einzige Knackpunkt im Spiel: Auch das verletzungsbedingte Ausscheiden von Kathi Mahr trug dazu bei, dass die Recklinghäuserinnen nun völlig ihren Spielrhythmus verloren und auch die Defensivabteilung nicht immer auf dem Posten war.


„Wir hatten Probleme mit dem Defensiv-Rebound, haben dem Gegner zu viele zweite und dritte Chancen erlaubt“, musste die Trainerin feststellen. Die Aachenerinnen nutzten diese Schwächen, um sich nach der Pause eine Führung zu erarbeiten und diese bis zum Ende nicht mehr aus der Hand zu geben. Die Heimniederlage war perfekt; das Fazit von Lejla Bejtic fiel bündig aus: „Wir haben viel zu verbessern für das nächste Spiel.“


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TSV Hagen - TSVE Bielefeld 58:53
von Thomas Lubrich (TSV Hagen)


Mit großem Kampfgeist zum Sieg.

Nach der enttäuschenden Leistung der Vorwoche wollte man in dieser Woche wieder zu alter Form zurückfinden. Allerdings musste man, zusätzlich zu den zwei Langzeitverletzten, noch drei weitere Ausfälle beklagen. So standen für das Spiel gegen den TSVE Bielefeld nur sechs Spielerinnen aus dem Kader zur Verfügung. Unterstützt durch Landesligaspielerin Carlotta Reif, die sich netterweise bereit erklärt hatte dem Team zu helfen, wollte man jedoch auch zu siebt ein Ausrufezeichen setzen.


Im 1.Viertel sah es jedoch nicht so aus, als könnte man in diesem Spiel mit den physischen Gästen aus Bielefeld mithalten. Ein schneller 10:0 Lauf der Gäste zwang den Hagener Coach zu einer frühen Auszeit. Dies änderte erst einmal nichts, die Gäste überzeugten weiter mit einer überragenden Quote aus der Distanz. Doch trotz des zwischenzeitlich 18:3 Rückstandes blieb das Team relativ ruhig und besonnen. Besonders Sophia Mücke konnte in dieser Phase das Team mit sieben Punkten noch im Rennen halten.

Im 2.Viertel war das Hagener Team dann besser im Spiel, so kämpfte man sich Punkt für Punkt heran. Helena Birtner, die an diesem Tag ihre bisher beste Saisonleistung bot, brachte die Mannschaft mit zwei ihrer vier Dreier bis auf 34:29 zur Pause heran.

Zum Glück konnte man das Momentum über die Halbzeitpause aufrechterhalten, so dass man mit einem 12:3 Lauf erstmals in Führung gehen konnte. Leider verletzte sich in Folge Kathrin Schlatt eine weitere Leistungsträgerin, umso mehr war nun Zusammenhalt und Kampfgeist gefragt. Zuerst brachte dieser Zwischenfall das Team jedoch sichtlich aus dem Rhythmus, die Gäste konnten ihre Führung wieder auf 44:53 ausbauen (34.Minute). Die anschließende Auszeit von Coach Springkämper fruchtete jedoch, kein einziger Korb sollte in den letzten sechs Minuten mehr zugelassen werden. So beendete man das Spiel mit einem 14:0 Lauf, Sarah Dorlöchter und Sophia Mücke machten den Sieg mit ihren Freiwürfen am Ende perfekt.

Dazu Coach Springkämper: „Wahnsinn was die Mädels heute hier abgerissen haben! Ich bin wirklich stolz, dass wir gerade im Hinblick auf die Leistung letzte Woche heute so ein Spiel gezeigt haben. Das wir offensiv kein Feuerwerk abliefern war mir klar, dafür war die Defensivleistung und der ganze Einsatz heute ab dem 2.Viertel wahnsinnig gut. Es hilft natürlich, wenn Sophia und Helena dann so einen Tag erwischen, diese Punkte haben wir aber auch gebraucht. Einen großen Respekt muss ich aber auch Sarah aussprechen, die heute ohne eine Sekunde Pause sich durch das Spiel gekämpft und über die meiste Zeit Regie geführt hat. Ich hoffe, dass sich die kranken und angeschlagenen Mädels die nächsten Tage wieder erholen werden. Die nächsten drei Wochen (Spiele gegen Platz 1-3) wollen wir noch einmal angreifen."


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NB Oberhausen - VfL AstroStars Bochum 48:75
von Thomas Poll (VfL AstroStars Bochum)


Damen 1 siegt bei NB Oberhausen.

Zum Tabellenneunten aus Oberhausen reisten die Damen am Samstagabend in die Sporthalle Ost. Bis auf die angeschlagene Johanna Mooshage (Rücken) und Laura Barroso-Perez war der Kader der AstroLadies komplett. Nachdem man das Hinspiel souverän mit 95:53 gewonnen hatte, waren wir uns bewusst, dass es diesmal ein ganz anderes Spiel werden würde. Oberhausen kann bei den Heimspielen auf ihre bundesligaerfahrene Spielerin Sarah Zierhut bauen, die maßgeblich mit dafür verantwortlich war, dass Oberhausen im vergangenen Jahr die Endstation für uns im Pokal bedeutete.

Wir starteten aggressiv und mit viel Energie in die Partie. Defensiv waren wir teilweise aber etwas zu übereifrig und hatten bereits nach 2 Minuten die Teamfoulgrenze erreicht, was zur Folge hatte, dass Oberhausen im ersten Viertel alleine 9 ihrer 17 Punkte von der Linie erzielen konnte. Das Viertel endete ausgeglichen beim Stand von 17:17.


In die zweiten 10 Minuten starteten wir defensiv deutlich stärker und setzten uns mit einem 12:0-Lauf erstmals ab. Oberhausen brauchte fast 6 Minuten um sich auf der Anzeigetafel mit Punkten einzutragen. Wir dominierten die Phase mit schnellem Spiel und ein paar sehenswerten Abschlüssen aus dem Fastbreak. Gerade von der Bank kamen durch Wiebke Bruns, Julia Loock und Lisa Kullik starke Impulse. Mit 24:42 ging es in die Halbzeit.

Den Deckel machten wir im dritten Viertel auf die Partie, nachdem wir uns auf 29:58 (27. Minute) abgesetzt hatten. Nachdem es mit 35:61 in die letzten 10 Minuten ging, verlor das Spiel nun zusehends an Spannung und Qualität. Mit 48:75 konnten wir schlussendlich die Punkte mit nach Hause nehmen, bevor es 17 Stunden später zum Auswärtsspiel nach Zülpich ging.

In dieser Partie kam uns die Tiefe unseres Kaders deutlich zu Gute, so dass in den ersten 3 Vierteln kein Bruch ins Spiel kam und wir die Intensität halten und phasenweise sogar steigern konnten.


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Herner TC 2 - Dragons Rhöndorf 67:59
von Martin Otto (Dragons Rhöndorf)

Dragonladies verlieren gegen Herne.

So gut die Dragonladies das Spiel zuvor verteidigt hatten, so schwach war es an diesem Samstagabend. Herne gab die Führung über das gesamte Spiel nicht ab. Bedingt durch fehlendes Ausboxen auf Rhöndorfer Seite kamen die Gastgeberinnen immer wieder zu Punkten über Zweitchancen.

Begünstigt wurde die Niederlage zusätzlich noch durch fehlende Wechselmöglichkeiten, da nur 7 einsatzfähige Spielerinnen den Weg nach Herne fanden, von denen Katrin Menne nach der langen Verletzungspause nur für 3 Kurzeinsätze eingesetzt werden durfte, wo sie sich sehr gut präsentierte.

Wenn gut verteidigt wurde, kamen die Dragonladies immer wieder im Spiel an Herne heran - so stand es in der 17. Spielminute 25:26. In schwachen Phasen sah es dann anders aus, der größte Rückstand der Dragonladies war in der 27. Spielminute bei 36:51. Dann kam das Team in der 34. Spielminute wieder auf 52:56 heran, doch zu mehr sollte es an dem Abend nicht reichen, da auch die Trefferquote teilweise unterirdisch war. So trafen 2 Spielerinnen in der Addition 1 von 13 Dreiern und es wurden 30 Korbleger danebengelegt. Ein Spiel gewinnt man anderes. Ein gute Leistung zeigten Sina Flottmann und Sera Kadiata.


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BBZ Opladen 2 - Capitol Bascats Düsseldorf 66:75
von der Website der Capitol Bascats Düsseldorf


Wichtiger Meilenstein.

Die ersten Damen setzten sich am Sonntag gegen BBZ Opladen 2 durch und festigten mit dem Arbeitssieg gegen die bundesligaverstärkten Gegnerinnen die Tabellenspitze der Regionalliga.

Die Düsseldorferinnen hatten noch eine Rechnung offen: Die Opladenerinnen waren die einzigen, die die erste Mannschaft der Capitol Bascats in der Hinrunde bezwungen hatte. Diese unschöne Niederlage galt es nun trotz der intensiven Woche (zwei Siege im Topspiel gegen Bochum am vorigen Sonntag sowie am Mittwoch gegen Frankenberg im Pokalviertelfinale) auszugleichen.


Auch BBZ Opladen war sich der Bedeutung des Spiels bewusst und hatte sich kurzerhand Verstärkung aus der ersten Mannschaft geholt, sodass bei der Partie gegen die Bascats einige Zweitliga-Spielerinnen auf dem Parkett stehen sollten.

Das Spiel begann direkt hochintensiv. Beide Teams ließen ihr Können immer wieder aufblitzen, man schenkte dem Gegner keinen Zentimeter, sodass stets cleveres Teamplay und ein hohes individuelles Niveau gefordert waren, um punkten zu können. Das gelang den Düsseldorferinnen im 1. Viertel etwas besser, sodass man nach den ersten 10 Minuten einen angenehmen Vorsprung von 8:16 herausgespielt hatte.

Ab dem zweiten Viertel wurde das Spiel ausgeglichen: Während die Gastgeberinnen einen Gang zulegten, geriet das Teamplay bei den Bascats ins Stocken. Angeführt von der erstligaerfahrenen Mareike Nettersheim (15pt) und Zweitligakraft Sarah Stock (11pt) fanden die Opladenerinnen in den kommenden drei Vierteln durch die Bank immer wieder den Weg zum Korb. Durch schöne Aktionen und gelungenes Zusammenspiel erzielte das Team des BBZ einfache Punkte und kam in der Mitte des vierten Viertels bis auf zwei Punkte heran (56:58).


Die Bascats legten alles daran, dagegen zu halten und konnten schließlich das Spiel durch die individuellen Qualitäten einer kampfstarken Tatiana Tenorio (26pt), ergänzt um die immer wieder mit gutem Auge und präzisen Pässen auffallende Aufbauspielerin Iva Banozic (3pt) und die punktstarken Spielerinnen Kita Waller (17pt), Centa Herrmann (14pt) und Yvette Adriaans (11pt) für sich entscheiden.

Entspannung steht für das Team um Coach Omar Collington allerdings nicht an. Am kommenden Samstag heißt man um 17 Uhr den Tabellenvierten aus Hagen zuhause an der Ottweilerstraße willkommen.


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Für die Inhalte der Artikel sind die jeweils benannten Autoren oder Vereine verantwortlich. Die Inhalte der Artikel spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung des WBV wider.

Wir bedanken uns bei allen Teams und Verantwortlichen, die Spielberichte und Fotos zur Verfügung stellen.

Bildmaterial zur Verfügung gestellt von den Capitol Bascats Düsseldorf. Dankeschön.