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Die ART Giants Düsseldorf haben auch am 12. Spieltag der 1. Regionalliga Herren nichts anbrennen lassen. In Salzkotten erzielte der ungeschlagene Tabellenführer 40 Punkte mehr als der Gastgeber.

Am Ende leuchtete ein 59:99 auf der Anzeigetafel in Salzkotten und die Giants verließen zum elften Mal in dieser Saison den Platz als Sieger (bei einem noch ausstehenden Nachholspiel).

Alle fünf Teams hinter den Düsseldorfern konnten am Wochenende ebenfalls punkten – damit bleibt in der Tabelle mehr oder weniger alles beim alten. Den ART Giants Düsseldorf ist die Hinrundenmeisterschaft nicht mehr zu nehmen.

Ausführliche Berichte zu den Partien finden Sie am Ende dieser News …


1.
Regionalliga Herren | 12. Spieltag | 07. - 09.12.2018
BG Hagen - SVD 49 Dortmund 67:59
ACCENT BASKETS Salzkotten - ART Giants Düsseldorf 59:99
Hertener Löwen - Deutzer TV 84:63
BBG Herford - AOK Ballers Ibbenbüren 94:80
BG Dorsten - Citybasket Recklinghausen 77:65
BG Kamp-Lintfort - SV Hagen-Haspe 77:86
SC Fast-Break Leverkusen - BSG Grevenbroich 81:117


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BBG Herford - AOK Ballers Ibbenbüren 94:80
von Lennart Hundertmark - BBG Herford

BBG Herford holt Derbysieg.

Zeugen einer Heimniederlage mussten die Fans der BBG Herford in dieser Saison bislang noch nicht werden. Daran sollte sich auch am Samstagabend im Derby gegen die AOK Ballers Ibbenbüren nichts ändern: Beim 94:80 (33:13, 15:18, 19:19, 27:30) reicht ein überragendes erstes Viertel zum sechsten Heimsieg in Folge.

„Es lief wie gemalt für uns“ resümierte ein zufriedener Ewald Möhring, Co-Trainer der BBG, nach der Schlusssirene den ersten Abschnitt des Spiels. Mit einem 11:0-Lauf eröffneten die Hausherren die Begegnung gegen die Ibbenbürener und zündeten Mitte des ersten Viertels erneut den Turbo, um mit einem weiteren 12:2-Lauf den Spielstand auf 30:11 zu schrauben. „Wir hatten damit gerechnet, dass Ibbenbüren mit beiden Big Men starten würde. So konnten wir mit unseren Fast Breaks zu vielen schnellen Punkten kommen“, analysierte Möhring den großartigen Start seines Teams und fügte hinzu: „Die 20 Punkte-Führung war zu diesem Zeitpunkt völlig verdient“.

Wieder zurückgreifen konnte das Trainerteam um Headcoach Dictapanidis und Möhring auf Vaidotas Volkus, der dem Spiel der Herforder sofort wieder mehr Stabilität verlieh. Ibbenbüren reagierte auf das furiose Offensiv-Feuerwerk der BBG mit einer Umstellung in der Defensive. Diese schien sich bezahlt zu machen, denn von nun an entwickelte sich in der Sporthalle des Friedrichs-Gymnasiums ein spannendes Spiel auf Augenhöhe. Mit 15:18 und 27:30 entschieden die AOK Ballers sowohl das zweite als auch das letzte Viertel knapp für sich, gegen Herforder die sich verstärkt darauf konzentrierten den Vorsprung konstant zu halten und das Ergebnis zu verwalten.

Dennoch zollte Möhring der Leistung der Gäste Respekt: „Ich habe es vor dem Spiel betont und bin auch jetzt noch der Meinung, dass Ibbenbüren deutlich stärker spielt, als es der aktuelle neunte Tabellenplatzvermuten lässt“. Für eine Aufholjagd der Gäste reichte es jedoch nicht. Mit 94:80 siegt das Team aus Herford am 12. Spieltag der 1.Regionalliga West auch in der Höhe verdient. Bester Werfer auf Seiten der BBG war am Samstagabend Sam Cassell mit 30 erzielten Punkten.

Mit dem Sieg steht die BBG derzeit auf Rang 5, wobei die drei topplatzierten Teams der Liga bereits mehr Spiele absolviert haben. Am kommenden Spieltag wartet ein Auswärtsspiel in Recklinghausen auf die Werrestädter, in dessen Vorfeld Möhring sich kämpferisch gibt: „In der Saisonvorbereitung mussten wir dort bei einem Testspiel eine Niederlage einstecken, dafür wollen wir uns natürlich revanchieren“.

Punktestatistik
BBG Herford: Cassell (30), Volkus (20), Brinkmann (16), Steffen (12), Sentance (11), Svinger (3), Boger (2)
Topscorer AOK Ballers: Lewis (21), Fumey (17), Zemhoute (13)


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BG Dorsten - Citybasket Recklinghausen 77:65
von Frank Fabek - BG Dorsten

Oops,  i did it again. BG Dorsten dreht zum dritten Mal Folge das Spiel.

Was ein Derby zwischen der BG Dorsten und Citybasket Recklinghausen in der gut gefüllten KIA Baumann Arena. Zum Sparkasse-Vest Spieltag meldeten sich die zuvor Verletzten René Penders und Gerrit Budde zurück im Team. In einem hektischen Spiel zeigt das Team von Franjo Lukenda erneut Kämpferherz und dreht einen -11 Rückstand in einen +12 Sieg.

Die Gastgeber starteten gut in das Spiel, Mitte des 1. Viertels konnte eine Führung von 5 Punkten beim Stand von 16:11 heraus gespielt werden. Citybasket Recklinghausen hielt jedoch dagegen und konnte das 1. Viertel ausgeglichen gestalten.

Im zweiten Viertel häuften sich die Unkonzentriertheit in der Dorstener Mannschaft. Die Gastgeber ließen Citybasket zu viele freie Distanzwürfe und zu viele Rebounds landeten in den Händen der Recklinghäuser, die das zweite Viertel mit 22:15 gewannen.

Franjo Lukenda stellte in der Halbzeitpause seine Mannschaft neu ein. Distanzwürfe verhindern und Rebounds erkämpfen war die simple aber effektive Devise.

Zu Beginn des dritten Viertels setzte das Team aber noch nicht die Anweisungen des Coaches um und Recklinghausen konnte beim Stand von 37:48 sogar auf 11 Punkte davon ziehen. Lukenda nahm eine Auszeit und da war er wieder. Der berühmte Ruck, der in dieser Saison das Markenzeichen ist, ging durch das Team. Die Verteidigung wurde intensiver, die Angriffe druckvoller. Recklinghausen schien wie gelähmt. Durch einem 17:4 Lauf unter dem tosenden Jubel der Fans und mit unbändigen Willen drehte sein Team das Spiel und ging mit einer 54:51 Führung in das letzte Viertel.

Die Gäste konnten zwar noch einmal zum 61:61 ausgleichen. Aber das Momentum war auf Seiten der Dorstener, und die ließen nichts mehr anbrennen. Der Derbysieg war perfekt und Halle skandierte „Die Nummer 1 im Vest sind wir ". Beide Mannschaft können sicher besser spielen, aber ein Derby ist ein Derby. Da zählt Willen und Leidenschaft.

Coach Franjo Lukenda nach dem Spiel : „Ich habe der Mannschaft bereits gesagt, dass ich mich zur Abwechslung auch mal über einen entspannten Samstagabend freuen würde, aber den Sieg nehme ich trotzdem gerne mit.  Der Spielverlauf war dem in Ibbenbüren sehr ähnlich - stark begonnen, dann nachgelassen und in der zweiten Halbzeit aufgedreht. Ich glaube da hat sich auch erneut unsere Fitness gezeigt. Die Einstellung der Mannschaft war wieder hervorragend. Gerrit spielt solange verletzt bis gar nichts mehr geht und Lyuben hält Longoria in den letzten 20 Minuten bei nur einem Treffer aus dem Feld.  Jetzt konzentrieren wir uns noch auf Dortmund und schließen die Rückrunde mehr als nur ordentlich ab.

“Kapitän Willi Köhler: „Die Unterstützung war heute genial. Danke an unsere Fans. Dieser Derbysieg ist für Euch."

BG Dorsten vs. Citybasket Recklinghausen   77:65 (20:20, 15:22, 19:9, 23:14)

Topscorer
BG Dorsten : Nwabuzor 20, Paskov 18
Citybasket : Longoria 14, von Guionnenau 14


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BG Dorsten - Citybasket Recklinghausen 77:65
von Martin Karbe - Citybasket Recklinghausen

Kraft reicht in Dorsten nicht – Abschied von Juan Manuel Barga.

Die Kraft hat nicht gereicht. Trotz einer 42:37-Halbzeitführung mussten sich die Regionalliga-Herren von Citybasket im Vest-Derby bei der BG Dorsten am Ende noch mit 65:77 (20:20, 22:17, 9:19, 14:23) geschlagen geben - und kassierten damit die erste Auswärtsniederlage der gesamten Saison.

In Dorsten fehlte bereits Aufbauspieler Juan Manuel Barga (Foto), der aus privaten Gründen um vorzeitige Vertragsauflösung gebeten hatte. Diesem Wunsch kam der Verein natürlich sofort nach und bedankt sich bei Juan Manuel Barga für seine tadellose Einstellung und seine starken Leistungen im Citybasket-Dress. Ohne den Pointguard und gleichzeitig stärksten Verteidiger wurde die Aufgabe in Dorsten natürlich nicht einfacher für die Mannschaft von Trainer Johannes Hülsmann, zumal mit Valentin Bredeck auch der zweite Aufbauspieler verletzungsbedingt weiterhin nicht zur Verfügung stand.

Dennoch machten es die Gäste in Dorsten zunächst gut und begannen sich, nach einem ausgeglichenen ersten Viertel, bis zur Pause auf sieben Zähler abzusetzen. Der Coach zeigte sich  zu diesem Zeitpunkt zufrieden mit der Verteidigungsarbeit gegen die Dorstener Schlüsselspieler Nwbuzor und Pelaj – und auch in der Offensive schien es rundzulaufen. Die mitgereisten Recklinghäuser Anhänger auf der Tribüne waren optimistisch, dass es zu einem weiteren Auswärtssieg reichen würde.

Doch nach dem Seitenwechsel sollte sich das Blatt allmählich wenden. Während bei Citybasket die Kräfte und damit auch der offensive Output allmählich nachzulassen schienen, kam die BG immer besser in Fahrt - woran auch der frühere Recklinghäuser Akteur Lyuben Paskov mit insgesamt 18 Zählern seinen Anteil hatte. Zum Ende des dritten Viertels war die Führung zu den Gastgebern gewandert.

Und auch im Schlussabschnitt waren die Festspielstädter nicht mehr in der Lage, die BG-Offensive entscheidend in Schach zu halten, hatten zusätzlich mit der Verteidigung der Innenspieler ihre Probleme. So setzte sich das Team von Franjo Lukenda Punkt für Punkt ab und feierte schließlich den Sieg im Vest-Derby und die Behauptung des zweiten Tabellenplatzes. "Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen", zeigte sich Hülsmann trotzdem nicht unzufrieden mit der Vorstellung seines Teams. "Wir haben auch kämpferisch alles gegeben, doch am Ende hat es nicht mehr ganz gereicht."

Citybasket
Longoria 14/3, Sundheim, Bruns 9/1, Turner 9, Charfreitag, Letailleur 5, Spettmann 10/1, J. Bredeck 4, Von Guionneau 14/1, Kaprolat


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BG Kamp-Lintfort - SV Hagen-Haspe 77:86
von Markus Plüm - BG Kamp-Lintfort

Aufholjagd der BG Lintfort bleibt unbelohnt.

Im Schlussviertel kämpfen sich die Gastgeber gegen den SV Haspe 70 leidenschaftlich wieder heran. Doch die Hypothek aus dem zweiten Viertel ist zu groß. Eine Partie steht in diesem Jahr noch aus.

Es hat wieder einmal nicht geklappt für die Regionalliga-Basketballer der BG Lintfort. Nach einer Aufholjagd in den Schlussminuten waren die Kräfte aufgebraucht und der Gegner SV Haspe 70 aus Hagen auch zu clever, um die Führung noch einmal herzugeben. Am Ende setzen sich die Gäste mit 86:77(32:42) durch.

Das Team von Coach Tobias Liebke war wie in den vergangenen Wochen so oft gut in die Begegnung gestartet. Mit klaren Aktionen zum Korb und einer stabilen Defensive hielt man die Gegner in Schach, konnte seinerseits zu Punkten kommen. Und das, obwohl Tobias Liebke sowohl auf den verletzten Janosch Feige als auch auf Jamie Töps, der auf der Autobahn stundenlang in einer Vollsperrung stand und nicht mehr rechtzeitig nach Kamp-Lintfort kam, verzichten musste. Dafür übernahmen zu Beginn Till und Thomas Achtermeier sowie Paul Krüger das Kommando. Zwar konnten die Hagener in den ersten fünf Minuten alles noch ausgeglichen gestalten. Doch bis zum Schlussviertel erarbeitete sich die BGL einen leichten Vorsprung (24:16).

Im zweiten Abschnitt begann dann allerdings die Zeit der Hagener. Mit schnellem Tempospiel fanden sie immer wieder ihre Schützen, die ihre Würfe dann auch effektiv verwerteten. Der BGL fehlte in dieser Phase etwas der Zug und die Leidenschaft. So hatten die Gäste innerhalb weniger Minuten den Rückstand nicht nur egalisiert, sondern konnten auch in Führung gehen, die sie bis zur Halbzeitpause kontinuierlich weiter ausbauten. Mit 26:8 ging das zweite Viertel an den SV Haspe, der sich in dieser Phase auch auf seine Innenspieler verlassen konnte.

Und auch nach dem Seitenwechsel blieben die Hagener dominant. Der BGL gelang unter dem Korb nun zwar wieder mehr, doch der Rückstand wuchs zunächst doch noch weiter an. Insbesondere Hamdi Karoui kam nun ins Rollen und verschaffte seiner Mannschaft immer mehr Luft. Doch die BGL hatte sich noch nicht geschlagen gegeben. Im Schlussabschnitt, insbesondere in den letzten fünf Minuten, bliesen die Spieler von Tobias Liebke zur Aufholjagd. In dieser Phase zeigte sich vor allem Mark Sengutta von außen sehr treffsicher. So wurde aus einem Rückstand von 15 Punkten innerhalb weniger Angriffe nur noch ein Defizit von drei Zählern (72:75, 38.).

Doch die Gäste erwiesen sich als zu clever, um sich den Sieg noch einmal aus den Händen nehmen zu lassen. Die BGL hatte in den letzten Momenten der Partie nicht mehr die Kraft, um in der Defensive noch einmal die letzten Körner zu mobilisieren. Dadurch setzten sich die Hagener wieder ab und fuhren den letztlich verdienten Erfolg ein. „Die schlechte Phase im zweiten Viertel hat uns leider zu viel gekostet heute. Wenn man gewinnen will, muss man 40 Minuten etwa auf dem gleichen Niveau spielen, das ist uns nicht gelungen. Dennoch war das heute eine unserer besseren Leistungen, auf der wir aufbauen können. Vor allem für die jüngeren Spieler freut es mich, dass sie immer besser in die Liga hineinfinden und eigene Akzente setzen können“, sagte Liebke nach der Partie.

Punkte
Sengutta (15), Till und Thomas Achtemeier (beide 13), Krüger (12), Schild (11), Wittich, Ebiballari (beide 5), Mellmann (3)


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Wir bedanken uns bei allen Teams und Verantwortlichen für, die uns Spielberichte und Informationen zur Verfügung stellen.

Bildmaterial zur Verfügung gestellt von Citybasket Recklinghausen. Dankeschön.